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flickr: Mehr Sprachen, mehr Zensur

Seit gestern gibt es flickr mehrsprachig, auf Wunsch nun also auch auf Deutsch, und wenn man nicht eingeloggt ist, zwangsweise auf deutsch, entsprechend der IP. Soweit, so harmlos. Weniger harmlos ist, dass deutsche flickr-User nun etwas mit flickr-Usern aus HongKong, Singapur und Korea (nicht China??? ;-) ) gemein haben, nämlich das hässliche Wort Zensur. Die Filter wurden erneuert, und die sogenannte "safe search" lässt sich für User dieser Länder nun nicht mehr ausschalten, wie auch Heise berichtet. (Zitat aus der aktualisierten flickr-Hilfe: "Note: If your Yahoo! ID is based in Singapore, Germany, Hong Kong or Korea you will only be able to view safe content based on your local Terms of Service so won’t be able to turn SafeSearch off.")

Entscheidend ist dabei die Herkunft des zugrundeliegenden Yahoo-Accounts (edit: bzw. genauer gesagt die Ländereinstellung zum Zeitpunkt der Verknüpfung mit einer flickr-ID), da die Länder unterschiedliche AGB (TOS) haben. Da kann es dann mal passieren, dass sogar ein harmloses Portraitfoto nicht mehr sichtbar ist. Eine deutsche Protestgruppe gibt es bereits auch in flickr.

Ich habe immer gewusst, dass die Portierung von flickr-Accounts zu Yahoo nichts Gutes bringen kann... sorry Yahoo, aber das ist eindeutig übers Ziel hinausgeschossen. Wobei man sich fragen muss, ob hinter der Aktion Yahoo steht oder doch eher die Aktionäre - fest steht: wir haben gerade sehr viel mit China gemeinsam.

Geschrieben von Olivia Adler am 13. Juni 2007 in Weblife | Permalink

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