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Alternativen zu flickr

Don Dahlmann hat sich die Mühe gemacht, verschiedene Fotocommunities vorzustellen und kurz zu beleuchten. Das vorläufige Fazit leider: einen echten Ersatz für flickr, der all die Features bietet, die flickr-User gewöhnt sind, gibt es noch nicht (Programmierer! Eure Chance!). Unter den vorgestellten Services ist auch ipernity, auf diese aus Frankreich stammende Community bin ich auch durch eine flickr-Gruppe ("Quo vadis") gekommen. Das Look and Feel ist flickr-Usern sehr vertraut, was ich aber auf Anhieb vermisse, sind die RSS-Feeds (edit: sind da!). zwei drei Punkte ergeben sich als Fazit aus der ganzen flickr-Affäre, die sich auf jedes Web 2.0-Angebot anwenden lassen:

1. Verlasse dich nie auf eine 3rd party-Anwendung, sondern nur auf deinen eigenen Webspace mit deiner eigenen Anwendung, mit der du notfalls zu einem anderen Provider umziehen kannst, ohne Daten zu verlieren.

2. Bleibe immer flexibel, wenn es um Web 2.0-Anwendungen geht, mache dich nie von einer Anwendung abhängig, denn was heute noch nett war, kann sich jederzeit ändern. (Ex-Fotologger kennen das doch...)

3. Pass auf, dass die Rechte an deinen Bildern bei Dir bleiben und der Web-2.0-Dienst deiner Wahl nicht mit deinen Fotos macht, was er will. (Punkt 3 von Jacky via Kommentar, nachgetragen am 19.6. - danke!)

Eine grundsätzliche Anforderung im Web ist, flexibel und allzeit auf dem Sprung zu bleiben. Eine informelle Struktur, wie sie z. B. bei Bloggern vorliegt, die lose miteinander verbunden sind über austauschbare Tools, während die eigentliche Präsenz auf dem eigenen Webspace liegt (wo man sie besser kontrollieren kann), ist daher den Anforderungen des Internet weit besser angepasst - denn im Netz ändern sich die Dinge schneller als anderswo. Insofern sehe ich auch das Feature "Bildhosting für Blogs" bei Fotocommunities sehr kritisch - wenn der Service stirbt, verkrüppelt wird oder sich so verändert, dass ich ihn nicht mehr nutzen mag oder kann, habe ich automatisch auch in meinem Blog ein Contentproblem - und genau das passiert gerade vielen vergrätzten flickr-Usern, die ihre flickr-Bilder im Blog eingebunden haben.

P.S.: Zum Thema "Alternativen zu flickr" habe ich bereits Anfang Mai einen Beitrag bei akademie.de geschrieben und Alternativen vorgestellt.

Geschrieben von Olivia Adler am 18. Juni 2007 in Webtech | Permalink

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Kommentare

Ok, und wenn ich meine Daten von Flickr z.B. mit FlickrGettr gesichert habe, wie kriege ich sie dann in eigenem Webspace online?

Kommentiert von: flickr-Flüchtling | 18.06.2007 23:56:24

wenn die jeweilige anwendung kein auf flickr angepasstes import-tool hat, nur auf dem mühsamen weg: zu fuß...

Kommentiert von: limone | 19.06.2007 04:51:17

3. Pass auf, dass die Rechte an deinen Bildern bei Dir bleiben und der Web-2.0-Dienst deiner Wahl nicht mit deinen Fotos macht, was er will.

fotocommunity.de ist so ein Spezi. Gestern stand ich in der U-Bahn, und da war ein gigantisches Kornfeld mit einem Häuschen mittendrin auf dem Infoscreen zu sehen. Drunter stand der Name des Fotografen und der Hinweis auf die Plattform fotocommunity.de, die hier warb.

Kommentiert von: Jacqueline Pohl | 19.06.2007 07:48:39

aua, das ist ärgerlich. wobei rein theoretisch die möglichkeit bestehen könnte, dass die einen deal mit dem fotografen haben, aber genauso rein theoretisch könnte so ein werbedisplay einfach als weitere elektronische verbreitungsform eingestuft werden, und das ist durch die TOS ja meistens abgedeckt.

mein fazit: kein content mehr nach draußen, jedenfalls nicht dauerhaft. ich werde meine bilder jetzt regelmäßig auswechseln und lade sie ohnehin schon nur in kleiner auflösung hoch, so dass sie nicht weiterverwertet werden können.

Kommentiert von: limone | 19.06.2007 14:13:05

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