« März 2007 | Start | Mai 2007 »

Plasma-TV-Spam

Seit einigen Tagen tummeln sich in meinem Spamfolder allerlei Mails zum Thema Plasma-TV und Wandhalterung. Ein Erhard rät mir davon ab, den Plasmafernseher auf den Tisch zu stellen, Lukas behauptet, der Plasma-TV müsse an die Wand, und Reichl bietet mir dafür gleich eine Wandhalterung an. Frei nach der Werbung einer bekannten Elektronikmarkt-Kette kann ich da nur sagen: "Ich bin doch nicht blöd" ... und außerdem: Isch 'abe gar kein Plasma-TV. Aber immerhin ist das eine erfrischende Abwechslung zum ewigen V*agra-Spam... dafür habe ich nämlich noch weniger Verwendung als für eine Plasma-TV-Wandhalterung. Mehr zu dieser Spamwelle im AntiSpam-Forum.

Geschrieben von Olivia Adler am 30. April 2007 in Weblife | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

Einfach krank: Who is Sick?

Und immer wenn man glaubt, man hätte schon alle irrsinnigen Web 2.0-Ideen gesehen, kommt noch eins drauf: Who is Sick? ist die Community für alle, die schon immer der ganzen Welt erzählen wollten, an welcher Krankheit sie gerade leiden und wo sie sich dabei befinden. Dabei kann man die Community nach Krankheiten durchsuchen oder sich ansehen, an welchem Ort oder in welchem Stadtviertel gerade welche Krankheit besonders häufig grassiert. Das ist natürlich von Vorteil, wenn man sich über Epidemien informieren will, aber mich beschleicht dabei ein sehr unangenehmes 1984-Gefühl... hier streiten wir uns über Infos auf Patientenkarten, und dort posaunen die Leute ihre Krankheiten ins Web hinaus? Immerhin geschieht das alles anonym, wie die Betreiber versichern. Aber spätestens seit der Vorratsdatenspeicherung darf man die Anonymität getrost in Frage stellen.

Geschrieben von Olivia Adler am 30. April 2007 in Weblife | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

YouKnut: Ähnlichkeit mit YouTube zu weit getrieben?

Youknut_2 Der kleine Eisbär Knut ist ein beliebtes Medienthema, und jeder versucht ihn auf seine Weise zu vermarkten - kein Wunder, dass es da neuerdings auch ein Videoportal gibt, das sich ausschließlich dem Bärenbaby widmet. Dass der Name YouKnut.com eine Anspielung auf YouTube ist, wird spätestens dann klar, wenn man sich das Logo ansieht, das eine Abwandlung des als Trademark geschützten YouTube-Logos darstellt. Und da YouTube seit einiger Zeit Google gehört und kein kuscheliges kleines Startup mehr ist, könnte da auf YouKnut noch Ärger zukommen... denn als Satire wird das Ganze wohl kaum durchgehen.

(Nachtrag: Der Versuch, die Domain via eBay für 100.000 Euro zu verkaufen, war nicht erfolgreich...)

Geschrieben von Olivia Adler am 30. April 2007 in Weblife | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

MyMuesli -Dinge auf die die Welt gewartet hat

Seit heute ist MyMüsli online! Die 3 Macher, das Wort 'Gründer' kommt mir da schwer über die Tastatur, Hubertus Bessau, Philipp Kraiss und Max Wittrock hatten die Idee dazu auf dem Weg zum Badesee, als sie den Radiospot eines bekannten Müsliproduzenten hörten - so jedenfalls ist es der Website zu entnehmen. Und wie es für heutige 'Neueröffnungen' oder hier: 'Müsli 2.0' mittlerweile Usus ist, startet das Angebot erst einmal als Beta. Und das ist auch gut so, sind die Texte doch dringend überarbeitungsbedürftig. Aber nach ein paar Tellern Müsli klappt es dann sicher auch mit der richtigen Rechtschreibung!
Ob reiner Gag oder ob damit auf Dauer Geld verdient werden kann, das wird sicher die Zukunft zeigen.
Eigentlich wollte ich ja gleich eine Probebestellung aufgeben, aber als ich dann den Preis MEINER Müsliauswahl, zusammen gestellt aus 566 Billiarden (!) möglichen Kombinationsmöglichkeiten, sah und sich dann auch noch 3,90 Euro Porto addierten habe ich spontan beschlossen, doch wieder in das kommunikative Reformhaus meiner Wahl zu gehen. Dennoch wünsche ich Phil, Hubs und Max viel Erfolg und werde die Sache von Zeit zu Zeit einmal verfolgen.

Geschrieben von Dirk G. Schernikau am 30. April 2007 in Weblife | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

Adobe Flex wird Open Source

Der Quell-Code der Eclipse-basierten IDE von Adobe wird als Open Source freigegeben. Damit steht es Entwicklern frei, aktiv an der Weiterentwicklung des Web-Werkzeugs mitzuwirken. Adobe will damit die Entwickler-Gemeinde stärker an sich binden und neue Features besser auf die Anwender zuschneiden. Mit dem Flex-Framework erstellen Profis moderne Rich Internet Applications (RIA), die im Browser mit Flash-Plugin laufen.

Vertrieben wird die Software jedoch weiterhin unter den bisherigen Lizenzbedingungen. Flex Builder 2 kostet 534 Euro, mit Charting-Funktionalität sogar 832 Euro. Bereits seit einem knappen Jahr ist das Adobe Flex SDK kostenlos zu haben, das jedoch die komfortablen Funktionen einer visuellen IDE vermissen lässt.

Geschrieben von Jacqueline Pohl am 30. April 2007 in Webtech | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Evolution: Was weiß das Netz über dich?

Eine interessante Alternative zum Ego-Googeln: Evolution (Beta). Einfach Nachname,Vorname und ggf. weitere Stichwörter (siehe Hilfe) eingeben und dann auf die Auswertung warten. Heraus kommt ein Dossier, das je nach eingegebenen Suchwörtern mehr oder weniger interessant ist - aber in jedem Fall ein guter Ansatz, der auch verdeutlicht, wie Profiling im Web zukünftig aussehen könnte.

Geschrieben von Olivia Adler am 28. April 2007 in Webtech | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

DocMorris verkauft

Wie die Online-Apotheke DocMorris soeben bekannt gibt ist das Unternehmen heute an Europas grössten Pharmahändler, die Celesio AG, verkauft worden. Demnach verkaufen die bisherigen Wagnisfinanzierer Neuhaus Partners, 3i und HG-Capital, die zusammen 90% der Anteile hielten, ihre Beteiligung komplett an Celesio. Die restlichen 10% verbleiben wie schon bisher bei den Gründern von DocMorris Ralf Däinghaus, Christoph Jennen und Thomas Schiffer, die auch weiterhin die Geschäfte führen werden.
Man darf gespannt sein, welche Auswirkungen diese strategische Beteiligung auf den Apothekenmarkt in Deutschland haben wird. Hat es doch in der Vergangenheit teilweise harsche Auseinandersetzungen um den Online-Vertrieb von Medikamenten gegeben.

Geschrieben von Dirk G. Schernikau am 26. April 2007 in Weblife | Permalink | Kommentare (3) | TrackBack

Second Life: Unschönes Interface

Gestern kam das Release 1.15 des Second-Life-Clients heraus, auf das man updaten muss, wenn man das "Grid" betreten will. Das habe ich sehr ungern gemacht, weil dieses Release genau wie die Version 1.14 in einem Navigationselement gegenüber der 1.13 eine deutliche Verschlechterung mit sich bringt.

Weil Bilder mehr sagen als tausend Worte:

Camera Control in Version 1.13:

Oldcontrols1

Camera Control in Version 1.14 und 1.15:

Newcontrols1

Preisfrage: Wer erkennt den Unterschied, und woran könnte es liegen?

Für mich sieht das nach deplazierter JPEG-Kompression aus. Ich hatte deshalb schon bei der Version 1.14 an den Linden-Lab-Support gemailt, aber keine Reaktion erhalten. Die zweite Mail ging heute raus, diesmal mit Illustration. Ist das sonst noch jemandem aufgefallen, oder stört es sonst niemanden?

(Auch weitere Navigationselemente wie Buttons und Fortschrittsbalken wirken in den neueren Versionen verwaschen und unklar... kommt das davon, wenn man den Client offen für alle macht und dann konsolidiert, ohne genau hinzusehen?)

Geschrieben von Olivia Adler am 26. April 2007 in Webtech | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Online-Durchsuchungen schon seit 2005

In den Fernsehnachrichten war es offenbar nur eine Randnotiz, aber im Netz ist es an verschiedenen Stellen nachzulesen, u. a. bei Heise, der SZ und SPON. Wie das Bundeskanzleramt heute in einer Sitzung des Innenausschusses des Bundestages mitteilte, finden bereits seit 2005 Online-Durchsuchungen durch Geheimdienste des Bundes statt. Das größte Problem bei der Auswertung der Daten ist momentan noch deren schiere Masse. Begründet wird das Ganze mit der Terrorismusgefahr - dazu kann sich jetzt jeder denken, was er will. Innenminister Wolfgang Schäuble geht so weit, eine Änderung des Grundgesetzes unter Umständen als notwendig anzusehen.

So wie sich das alles entwickelt, würde mich nicht wundern, wenn wir bald ganz andere Zahlen zur Internetnutzung zu lesen bekommen - da muss man sich schon ernsthaft überlegen, ob man wirklich private Daten nicht lieber auf einen Rechner schaufelt, der keine Internetverbindung hat und weder über e-mail noch über Chat irgendwelche Texte austauscht, die in den Bereich der Privatsphäre fallen.

Geschrieben von Olivia Adler am 25. April 2007 in IT-News | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Das Netz: eine Domäne der Jungen und Gebildeten

Wie die Forschungsgruppe Wahlen in ihrer aktuellen Untersuchung zu Internet-Strukturdaten berichtet, nutzen 61 % aller deutschen Erwachsenen das Internet zuhause, am Arbeitsplatz oder anderswo. 67 Prozent haben laut eigenen Angaben zuhause Internetzugang, sechs Prozent nutzen ihn demnach nicht. Von den Männern nutzen 70 % das Internet, von den Frauen nur 52 %. (Alle Zahlen beziehen sich auf das 1. Quartal 2007.)

Bei den Zugangsarten hat DSL die Nase vorn: 54 % nutzen DSL, nur 13 % Analog/Modem, 25 % ISDN. 79 % der Nutzer nutzen das Internet für Online-Preisvergleiche, 66 % zum Einkaufen, 52 % für Online-Banking. Nur 23 % der Befragten über 60 Jahre nutzen das Internet, bei den 18-24-jährigen liegt die Nutzungsquote hingegen bei 92 %. Nach wie vor gibt es außerdem einen Zusammenhang zwischen Höhe des Bildungsgrades und Intensität der Internetnutzung, 88 % der Hochschulabsolventen nutzen das Internet, 72 % der Deutschen mit Mittlerer Reife, nur 44 % Hauptschulabsolventen und nur 23 % Hauptschulabsolventen ohne Lehre. Weitere Details wie z. B. zur Nutzung nach Berufsgruppen sind auf der Website der Forschungsgruppe Wahlen nachzulesen.

Geschrieben von Olivia Adler am 25. April 2007 in Weblife | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack