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livedome: live aus dem Konzertsaal

Ich höre das Stöhnen bereits: jetzt schreibt der schon wieder über ein Portal! Ja, zugegeben! Aber livedome ist nicht nur ein neues Portal im Entstehen, es ist vielmehr ein spannendes neues Geschäftsmodell, eines das endlich mal wieder etwas richtig Neues bietet und nicht die x-te Zusatzcommunity, deren Halbwertzeit eher gegen Null tendiert!

Seit iTunes, Napster und Musicload ist das Kaufen von Musik zu einer Selbstverständlichkeit und zu einem Mega-Markt geworden. Erst heute berichtet die Financial Times Deutschland über eine 40%ige Steigerung der Umsätze in Deutschland (!) bei heruntergeladener Musik auf 42 Mio. Euro im Jahr 2006.  Video on demand (VOD) gibt es von unendlich vielen Anbietern. Aber bisher gab es noch kein reines Konzert-Portal, das sich auf die Live-Übertragung von Events spezialisiert hat.

Ja, es gab schon den einen oder anderen übertragenen Act, aber der war dann für das jeweilige Portal  speziell produziert. livedome versteht sich sowohl als Konzertplattform wie auch als "Übertragungs-Dienstleister". Auf dem Portal kann längst ausverkauften Konzerten zuhause doch noch beigewohnt werden. Die Anreise zu einem Konzert ist zu weit? Auch hier kann livedome der Ausweg sein. Wie bei VOD oder beim Musikkauf wird natürlich ein kleiner Obolus fällig, aber definitiv weniger als eine Konzertkarte kostet!
Ob das auch alles so funktioniert? Am kommendem Montag (2.4.) findet in München im Atomic Cafe in Kooperation mit Sony BMG ein Konzert der dänischen Gruppe dúné statt, das kostenfrei und live ab 22.00 Uhr im Internet auf der Plattform von livedome und u.a. über die Portale von Pro7 und Prinz übertragen wird.
Ich lass mich einmal überraschen, was die Jungs um Andreas Müller, einem der Köpfe hinter livedome, auf die Beine gestellt bekommen. Aber auch wenn es anfangs noch die eine oder andere Kinderkrankheit geben wird und es wäre ja langweilig, wenn dem nicht so wäre, dann werde ich sehr gespannt verfolgen, ob das Business Modell aufgeht. Man möge mir die leichte Euphorie nachsehen, aber seit langem finde ich dies wieder mal einen richtig guten Ansatz im Internet.

Geschrieben von Dirk G. Schernikau am 29. März 2007 in Weblife | Permalink

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Kommentare

Also ich bin sehr gespannt! Auf sowas warte ich schon 30 Jahre! ;-) Und eine Möglichkeit, das enge Kabuff Ato... pardon... Schickimicki-Atomic Cafe zu meiden, ist immer ein guter Ansatz!

Kommentiert von: Diorama | 30.03.2007 07:34:23

Na super, an das Geschäftsmodell hat vielleicht noch gar keiner gedacht! Dafür kassieren, dass man / frau gewisse Lokalitäten meiden kann! Das gefällt mir :-)

Aber es soll ja nicht nur Übertragungen aus dem Atomic geben, das wäre dann ja doch wieder etwas einseitig! Schaun wir mal ...

Kommentiert von: Dirk G. Schernikau | 30.03.2007 08:29:29

Rein optisch macht die Seite ja nicht gerade Laune...ist das schon Web 3.0?

Kommentiert von: Dudie | 30.03.2007 09:58:47

Nette Idee.. aber wenn Realplayer das einzige Format bleibt - gute Nacht.

Und ja, ich kenne RealAlternative und Konsorten.. trotzdem gehört der Scheiss verboten.

Kommentiert von: wurstpeter | 30.03.2007 10:41:54

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