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Rocky Fritz vs. Horst: Sieg nach Punkten

Rocky Balboa steigt wieder in den Ring. Das sah man so nicht kommen. Wollte auch keiner so richtig, aber anschauen wird man den Film doch. Weil alle drüber reden, weil die Reihe ein Klassiker ist oder weil sich boshafte Leute wie ich insbesondere am grobmotorischen Schauspiel des großen Charakterdarstellers *hüstel* Stallone ergötzen. Ich bin ein schlechter Mensch.

Und nun der Schwenk auf den Router-Test. Puh, der Dreh fällt mir jetzt schwerer als ich dachte. Dabei fing alles so viel versprechend an. Versuchen wir es mal so: So wie mit Rocky und seinem Erzfeind Apollo verhält es sich auch mit AVM und D-Link. Herausforderer Horstbox soll den Champion Fritzbox von AVM das Fürchten lehren. Beide Hersteller sind Schwergewichte im Telekommunikations- und Netzwerkgeschäft, doch sein wir ehrlich, von allen Geräten in diesem Segment ist die Fritzbox-Familie (mit all ihren Cousinen, Nichten und Onkeln) der leuchtende Star. Durchtrainiert, sexy,  und mit einem goldenen Meistergürtel um den verschwitzten... Ich war kurz abgelenkt. Wo waren wir? Ah, jedenfalls haben wir nun die Horstbox getestet.

Dlink2_1 Es dauerte ein geschlagenes Jahr seit der Ankündigung, dann erhielt die Redaktion endlich ihr Testexemplar des WLAN-Routers. Mehr als ein Sparrings-Partner für AVM ist das sperrige Gerät allerdings nicht, wie im Test in Internet Professionell 3/07 nachzulesen ist. Das einzige, was die beiden gemein haben, ist ihr putziger Name.

Dlink1_1 D-Link hat sich also eine blutige Nase geholt. Bemerkenswert ist an der Horstbox neben der schieren Größe des Gehäuses und dem Preis (329 Euro bei Amazon), dass es den Testern nicht möglich war, das Teil von dem gewaltigen gelben Sticker zu befreien, der die gesamten Anschlüsse verkleistert. Was für eine Sauerei. Gong, gong, gong! Kein schöner Kampf, aber ein klarer Punkt-Sieg für AVM-Rocky. Finden wir jedenfalls.

Update: D-Links Presseagentur Flutlicht nimmt in einer E-Mail zu einigen angemeckerten Punkten im Horstbox-Test Stellung:

Hintergrund des Aufklebers ist die doch erhebliche Spannung, die auf den analogen und den ISDN Telefonanschlüssen anliegt bzw. die ,Zerstörungsgefahr' für Horst, wenn Kunden zum Beispiel am ISDN Port irrtümlich einen HUB oder PC anschließen. Natürlich sollte sich der Aufkleber ablösen lassen, da hat sich der Leim als etwas tückisch erwiesen ;-) - D-Link wird das ändern. Auch das Gehäuse - übrigens für die gesamte HorstBox Familie (HorstBox Professional, HorstBox Carrier und HorstBox Consumer) - wird überarbeitet. Last but not least: Das Default Login steht im Quick Installation Guide auf Seite 10 - hatten Sie diesen nicht vorliegen? Wenn nein: Sorry!!!

Entweder habe ich mir beim Bestaunen des Geräts einen Sehnerv verletzt, oder in meiner Version des Quickinstall-Guides war da kein Passwort. Wir werden es nie erfahren. Jedenfalls freut es mich zu hören, dass D-Link die Probleme erkannt hat und schon eifrig nachbessert. Zugute halten muss man D-Link unbedingt auch die Profi-Features des Geräts, wie die SoftPBX und Asterisk, die gute VoIP-Implementierung und den vollwertigen USB-Port für externe Speicher und Drucker. 

Je mehr ich mir die beiden Rivalen anschaue, umso mehr frage ich mich: Kämpfen die beiden Boxen denn eigentlich in der gleichen Gewichtsklasse? Ich bin ehrlich ratlos.

Geschrieben von Jacqueline Pohl am 8. Februar 2007 in Red intern | Permalink

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