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flickr: Yahoo it or leave it

Im November 2006 sinnierte ich noch, wie lange es wohl dauern wird, bis auch die "old skool members" in flickr gezwungen sein werden, ein Yahoo-Login zu benutzen. Nun, es ist soweit: per Dekret Rundmail wurden die Alt-User (die aufgrund der gewachsenen Nutzerzahlen nur noch 5 % der Mitgliederbasis stellen) informiert, dass sie spätestens am 15. März ihren Account mit einem Yahoo-Account zusammenführen müssen. Eine FAQ gibt es auch, aus der unter anderem hervorgeht, dass man sich gut merken muss, welchen Yahoo-Account man sich ausgesucht hat, denn löscht man den (oder, bedenklicher: wird er gelöscht, z. B. weil man länger nicht mehr aktiv war oder weil man nicht mehr Yahoo als ISP nutzt, wie es in den USA schon vorkam), sind auch alle Fotos in flickr auf einen Schlag weg (Nachtrag: angeblich nun doch nicht, laut flickr-Gründer Stewart Butterfield). Die Reaktionen darauf im Forum sind nicht gerade begeistert, inzwischen berichten sogar die BBC News. Zu den Usern, die ihren Unmut kundtun, gehört Wikipedia-Gründer Jimmy Wales.

Merke: Web 2.0 ist cool. Megacorp-Attitüde mit Borg-Allüren ist uncool und wird von der Community sofort bestraft. ;-) Allerdings ist flickr inzwischen so populär, dass es kaum auffallen wird, wenn die "Gründungsmitglieder" frustriert austreten und die nächste virtuelle Heimat suchen, die nur so lang richtig cool sein wird, wie sie nur einem relativ kleinen Kreis bekannt ist.

Geschrieben von Olivia Adler am 31. Januar 2007 in Weblife | Permalink | Kommentare (4) | TrackBack

Deutscher Podcast Award 2007

Podcasts sind aus Web 2.0 nicht mehr wegzudenken - die Verleihung eines Podcast-Awards ist demnach nur folgerichtig. Verliehen wurde der Deutsche Podcast Award 2007 am 26. Januar vom podcastclub e.V., der die Podcast-Kultur in Deutschland fördern will. Der Award wurde in drei Bereichen verliehen: private, kommmerzielle und Jugend-Podcasts. Neben den von einer Jury verliehenen Preisen gab es noch zwei Publikumspreise, für die bis zum 20. Januar abgestimmt werden konnte. Die Gewinner werden auf der Award-Website mit Screenshots und Auszügen aus der Laudatio vorgestellt. Gewinner in der Kategorie "Private Podcasts / KULTUR:aktion" ist z. B. der offizelle Podcast des Deutschen Tierschutzbund e. V. Die Verleihung fand im Rahmen des 2. Deutschen Podcast-Kongresses statt.

Geschrieben von Olivia Adler am 30. Januar 2007 in Weblife | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Skript tilgt "Der Blog" ;-)

Auch wenn man inzwischen sogar mit dem Segen des DUDEN "der Blog" schreiben darf (wobei meines Erachtens der DUDEN hier schlicht vor der wachsenden Ignoranz kapituliert hat), rollt es alteingesessenen Bloggern doch immer noch die Fußnägel auf, wenn sie diese etymologisch nicht sauber begründbare Schreibweise für "das Blog" lesen müssen. Alle Proteste haben bislang nichts geholfen, insbesondere Printmedien nutzen gern die neue, scheinbar von "Block" abgeleitete Schreibweise. Für jeden, der beim Lesen von "der Blog" Augenkrebs kriegt, gibt es jetzt ein feines Greasemonkey-Skript vom Pepilog: Einfach installieren und nie wieder "der Blog" lesen müssen. Jöö! ;-)

Geschrieben von Olivia Adler am 29. Januar 2007 in Weblife | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

Kostenlose 3D-Modelle bei ArchiDOM

Isetta Nachdem das 3D-Cafe seine Free-Stuff-Abteilung immer noch umbaut, musste ich mich auf die Suche nach kostenlosen 3D-Modellen begeben. Fündig wurde ich bei einer russischen Seite: ArchiDOM bietet eine breite Auwahl an Meshes im 3ds- und MAX-Format, z. B. alle möglichen Automarken (gigantische Auswahl), Möbel, Architektur, Alltagsgegenstände, aber auch Pflanzen, Skulpturen oder eine umfassende Palette an Sanitärmöbeln. ;-)

Geschrieben von Olivia Adler am 28. Januar 2007 in Cool Stuff | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Binaries sind böse: GEMA vs UseNeXT

Bereits am 18. Januar hatte die GEMA vor dem Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen den Access Provider UseNeXT erwirkt (Bericht bei golem.de und testticker.de), da über die Usenet-Binary-Newsgroups auch der Zugang zu Material aus dem GEMA-Repertoire möglich ist. Mit Hilfe der speziellen UseNeXT-Softare ist es auch für Laien einfach möglich, gegen einen monatlichen Beitrag Usenet-Binaries wie Videos, Bilder, Musikdateien auf den eigenen Rechner zu laden, UseNeXT verkauft sein Angebot als starke Alterntive zu Filesharing-Netzwerken wie eDonkey oder Bit Torrent.

Bis jetzt zeigt sich UseNeXT aber unbeeindruckt, das Angebot ist nach wie vor online. Darüber hinaus hat die Betreibergesellschaft von UseNeXT, die Münchner Aviteo Ltd., Widerspruch gegen die Verfügung eingelegt, mit dem Hinweis darauf, dass nur ein geringer Teil der Usenet-Nutzer die dortige Meinungsfreiheit durch das Posten geschützter Inhalte missbrauche und man deshalb nicht das ganze Usenet zensieren könne. Die Verfügung ist offenbar nur Teil eines Rundumschlags, auch rapidshare.de wurde am gleichen Tag Gegenstand einer einstweiligen Verfügung.

Geschrieben von Olivia Adler am 27. Januar 2007 in Weblife | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Fiat 500 "Topolino" als Computermaus

500_maus_1 Der Fiat 500 wird von seinen Fans seit jeher auch liebevoll "Topolino" ("Mäuschen") genannt. Was läge da näher, als ihn wirklich zur Maus zu machen - zur Computermaus, mit leuchtenden Scheinwerfern dank USB-Power. Die beiden Maustasten sind in der Motorhaube untergebrachtet. Auf ein Scrollrad muss man freilich verzichten, und rein von der Ergonomie wäre ein Porsche 911 wohl angenehmer, aber das hält einen echten Cinquecento-Fan nicht davon ab, sich das Mäuschen zu bestellen. Bisher ist es nur in der Schweiz erhältlich, wurde aber auch schon in eBay und in flickr gesichtet.

Geschrieben von Olivia Adler am 26. Januar 2007 in Cool Stuff | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Schneemänner verboten!

Schneemann_1So was, da hat doch tatsächlich jemand vor dem Verlag einen Schneemann gebaut - und ist damit böse beim Hausmeister angeeckt. Der droht nun im Wiederholungsfall mit "mietrechtlichen Konsequenzen", denn "die Einrichtung bzw. der Bau von Schneeskulpturen" ist "aus sicherheitstechnischen Erwägungen abzulehnen". Naja, wahrscheinlich hat er nur Angst, dass der nächste Schneemann um einen Poller oder Hydranten gebaut wird und er sich seinen lustigen Schneepflug kaputt macht, wenn er ihn umfährt. Am besten wir lassen gleich vorsorglich den kompletten Kinderkarten Kindergarten verhaften, der sich hier im Gebäudekomplex befindet, das sind schließlich alles potenzielle Schneemannbauer.

Geschrieben von Daniel Dubsky am 25. Januar 2007 in Red intern | Permalink | Kommentare (4) | TrackBack

Billiger mobil telefonieren

Billige Vorwahlnummern, wie sie z. B. auf billiger-telefonieren.de gelistet sind, haben einen Nachteil: sie sind nur aus dem Festnetz nutzbar. Wer daher bisher günstig mobil telefonieren wollte, hatte oft nur die Wahl, eine Extra-Karte oder gar ein Extra-Handy mitzuschleppen. Ab Mitte Februar soll es auch für Mobiltelefonierer eine kostensparende Lösung geben, bei Cellity. Voraussetzung: ein java-fähiges Handy. Nach Installation der Cellity-Software auf dem Handy wählt diese automatisch den jeweils günstigsten Tarif und routet bei Bedarf den Anruf über andere Netze, z. B. auch übers Festnetz. und Einmalig müssen 10 Euro als Guthaben eingezahlt werden, da die Gesprächskosten über cellity abgerechnet werden. Extrakosten sollen nicht entstehen. Aber auch für diejenigen, die keine Java-Software auf ihr Handy laden können oder wollen, gibt es bereits jetzt Alternativen, wie z. B. Sparruf.de, wo man wie aus dem Festnetz gewohnt eine spezielle Nummer vorwählt, um günstigere Tarife nutzen zu können.

Geschrieben von Olivia Adler am 25. Januar 2007 in IT-News | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Tab Effect: 3D-Effekt für Firefox

Tabwechsel Browser zu schnell? System nicht ausgelastet? Das lässt sich ändern - zum Beispiel mit der Firefox-Erweiterung Tab-Effect, die beim Tab-Wechsel einen Würfel-Dreheffekt simuliert, wie man ihn vom schnellen Benutzerwechsel beim Mac OS X kennt. Diese Erweiterung erzeugt eine erhöhte Prozessorlast und kann im ungünstigsten Fall den Browser zum Absturz bringen - im Test funktionierte sie aber problemlos. Allerdings nervt der Effekt nach kurzer Zeit... aber dann kann man ja weiter auf erweiterungen.de stöbern und andere Spielzeuge ausgraben. :-)

Geschrieben von Olivia Adler am 24. Januar 2007 in Cool Stuff | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Google.de für einen Tag

Wer schon immer einmal eine coole URL à la google.de oder amazon.de besitzen wollte, muss sie einfach nur registrieren. Denn die Provider zeigen sich in der Regel ziemlich schlafmützig und ziehen die Adressen einfach um. Okay, eine gewisse Dreistigkeit setzt das natürlich voraus. Aber was tut man nicht alles, um für fünf Minuten im Rampenlicht der Bloggosphäre zu stehen. Zumal auch Offline-Medien drauf anspringen, wenn die Firma, der man die URL stiebitzt, nur bekannt genug ist.

Die Geschichte wiederholt sich jedenfalls regelmäßig. Vor Jahren schon schnappte sich ein Schüler die Domain von eBay; groß war das Geschrei damals, doch geändert hat sich nichts. Und nun hat es Google halt erwischt. Doch das ist anscheinend nur die Spitze des Eisbergs, denn laut Marc Keilwerth, Geschäftsführer des Providers Goneo, zu dem google.de kurzzeitig umzog, kommt so etwas jeden Tag vor ("Bei Lieschen Müller fragt aber niemand danach"). Und das ist der eigentliche Skandal.

Die Provider kennen das Problem und pennen trotzdem - nicht alle, aber doch einige. Statt bei einem Domain-Umzug beim Domain-Inhaber nachzufragen, wird der Umzug einfach veranlasst. Im Zweifelsfall ist dann ein Fehler im Buchungssystem schuld oder einfach die Denic und das komplizierte Umzugsprozedere.

Google und eBay sind zwar auch nur Opfer, doch für Privatnutzer ist das Ganze noch viel ärgerlicher und nervenaufreibender. Denn verschwindet google.de von der Bildfläche, fällt das nach spätestens einer Sekunde jemanden auf - in ein paar Minuten ist das Problem aufgespürt und der Domain-Umzug rückgängig gemacht. Der Privatnutzer dagegen bemerkt unter Umständen Stunden oder gar Tage nichts und steht dann vor der schwierigen Aufgabe, das Problem überhaupt zu finden - langsam per Mail-Support oder über eine kostenpflichtige Hotline. Na vielen Dank!

Geschrieben von Daniel Dubsky am 23. Januar 2007 in Weblife | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack