« Für YouTube wird's eng | Start | Windows-Geschichte »

Virenscanner: Doppelt hält besser

Dieser Meinung ist man zumindest bei Kaspersky und hat mit Kaspersky Anti-Virus S.O.S. einen Virenscanner vorgestellt, der explizit als Zweitscanner vorgehen ist für Systeme, auf denen bereits ein anderes Antivirenprogramm arbeitet. Im Prinzip eine gute Idee, kann doch auch der beste Virenscanner mal einen Schädling übersehen oder ein Update nicht rechtzeitig heruntergeladen werden. Doch in der Praxis wird das Tool wohl kaum mehr Sicherheit bringen, denn es arbeitet nur als On-Demand-Scanner, also nach manuellem Start.

Doch gerade in Unternehmen, für die Kaspersky S.O.S. anpreist, ist es eher unwahrscheinlich, dass ein Mitarbeiter vor dem Öffnen einer Datei noch mal einen Scan von Hand durchführt. Zu groß ist der Aufwand bei der täglichen Arbeit, zu unbedarft die meisten Anwender in Sachen IT-Sicherheit. So bleibt der Zweiscanner denn vergebliche Liebesmühe: entweder der Standardvirenscanner, der On-Access über alle Dateien wacht, springt an oder die Datei wird einfach so geöffnet.

Besser wäre es natürlich, würde man beide Scanner On-Access arbeiten lassen. Doch dabei kommen sie sich in die Quere, wie Kaspersky selbst zugibt. So fehlt denn die meiner Meinung nach wichtigste Funktion des Zweitscanners, was Kaspersky frech als Feature verkauft: "Das Programm arbeitet ausschließlich im On-Demand-Modus, so dass keine zusätzlichen System-Ressourcen in Anspruch genommen werden."

Geschrieben von Daniel Dubsky am 30. Oktober 2006 in IT-News | Permalink

TrackBack

TrackBack-Adresse für diesen Eintrag:
http://www.typepad.com/services/trackback/6a00d83451bdb469e200d8356c69b669e2

Listed below are links to weblogs that reference Virenscanner: Doppelt hält besser:

Kommentare

Die Kommentare dieses Eintrags sind geschlossen.