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Microsoft vs Porno-Spammer: 1 : 0

Wer eine eigene Domain hat, kennt das: irgendwann hat man das zweifelhafte Vergnügen, als Absender von Spam-Mails aufzutauchen und erboste Mails von unfreiwilligen Empfängern zu erhalten. Um so unangenehmer, wenn es sich bei dem Spam um Porno-Mails handelt. Da es in Deutschland nach wie vor kein Anti-Spam-Gesetz gibt, sind die rechtlichen Möglichkeiten, dagegen vorzugehen, beschränkt. Microsoft allerdings war jetzt auf dem Weg über das Markenrecht erfolgreich und hat die Keule ausgepackt: am 25.10. verurteilte das Oberlandesgericht Karlsruhe einen Spammer, der für einen Teil seiner Porno-Spam-Mails gefälschte Adressen des Microsoft-Maildienstes Hotmail verwendete, die Verwendung solcher Adressen für Spam in Zukunft zu unterlassen, bei Meidung eines Ordnungsgeldes von 250.000 Euro. Darüber hinaus soll er detailliert Auskunft über die Spamaktivitäten geben und Schadensersatz zahlen. Die Verwendung der Hotmail-Adresse wird als Markenverletzung eingestuft. Na das wäre doch mal ein richtig lohnendes Feld für Abmahnanwälte - wenn sie denn alle Spammer zu fassen kriegen, die Beweislage ist ja doch oft schwierig. Die andere Frage ist natürlich, welches Image ein Markenname wie "Hotmail" suggeriert... ;-)

Geschrieben von Olivia Adler am 27. Oktober 2006 in IT-News | Permalink

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