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Microsofts Griff ins Klo

Dass sich alle Sicherheitsexperten auf den Internet Explorer 7 stürzen würden, um möglichst schnell eine Sicherheitslücke zu finden, war ja irgendwie zu erwarten. Und dass man nun auch recht flott ein paar Schwachstellen entdeckt hat, ist für Skeptiker und Microsoft-Hasser bestimmt keine Überraschung - für Microsoft selbst aber umso ärgerlicher; hatte man doch mit dem schlechten Ruf, den sich der chronisch angreifbare IE erworben hatte, aufräumen wollen und sich mit den neuen Sicherheitsfunktionen ganz besonders viel Mühe gegeben. Vor allem die berüchtigten Angriffe via Cross-Site-Scripting (XSS) wollte man erschweren und die Anwender besser vor Phishing-Versuchen schützen. Umso schlimmer also, dass die ersten Lecks genau in diese Bereiche fallen: So können Betrüger im IE7 nach Belieben die URLs in Popups fälschen oder gleich den ganzen Inhalt eines neu geöffneten Fensters austauschen. Und einiges an Cross-Site-Scripting geht zudem immer noch. Zu Firefox und Opera abgewanderte Nutzer gewinnt man so ganz sicher nicht zurück.

Geschrieben von Daniel Dubsky am 31. Oktober 2006 in IT-News | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Die Hölle ist unpopulär

Eigentlich ist hell.com ein ziemlich guter Domainname und man sollte meinen, dass sich - so man ihn verkaufen wollte - reichlich Interessenten finden. Doch im wirklich wahren Leben scheint das nicht ganz so einfach zu sein. So versuchte der Besitzer, Kenneth Aronson, schon im Jahr 2000 die Domain zu versteigern. Aber selbst in der heißen Phase des Dotcom-Hypes wollte niemand die geforderten 8 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Nachdem in diesem Jahr dann sex.com für satte 12 Millionen Dollar weg ging, wagte Aronson ein neuen Versuch. Von den überzogenen Preisvorstellungen hat er sich verabschiedet; das Mindestgebot lag bei der Auktion am vergangenen Freitag bei nur noch 1 Million Dollar - und wieder wollte niemand die Domain kaufen. Andere Adressen waren da bei der großen Versteigerung des US-Providers Moniker.com beliebter: cameras.com brachte beispielsweise 1,5 Millionen Dollar.

Das geringe Interesse an hell.com dürfte wohl damit zusammenhängen, dass sich das Geschäftsmodell nicht unbedingt so aufdrängt wie bei sex.com oder cameras.com. Und dann ist der Begriff Hölle ja auch eindeutig negativ belegt, was gerade in den tiefgläubigen USA für einige Startschwierigkeiten sorgen könnte.

Geschrieben von Daniel Dubsky am 31. Oktober 2006 in Weblife | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack

Paint.net: Konkurrenz für Photoshop

Paintnet Bisher ist Photoshop immer noch die "Waffe der Wahl", wenn es um Bildbearbeitung geht - ungeachtet der relativ hohen Lizenzkosten. Das könnte sich ändern - mit Paint.net. Mit Version 3.0 (Alpha-Release) in einem nur 3.6 MB großen Download kann man laut Bericht in Techcrunch eine Vielzahl häufig benötigter Photoshop-Features abdecken. Die kleine Installationsversion benötigt allerdings das .NET-Framework, inklusive .NET-Framework 2.0 ist das Downloadpaket knappe 50 MB groß. Paint.net ist Open Source, mit C# und C++ programmiert und in Version 3.0 offenbar deutlich schneller als die Vorläufer.

Geschrieben von Olivia Adler am 30. Oktober 2006 in Webtech | Permalink | Kommentare (5) | TrackBack

Windows-Geschichte

Hover_thumb_1 Windows Vista steht in den Startlöchern, bald ist Windows XP ein alter Hut. Grund genug, einen Blick in die Geschichte des Microsoft-Betriebssystems zu werfen. Winhistory hilft beim Blick in die Vergangenheit mit vielen Screenshots und Hintergrundinfos wie z. B. die über das Autoscooter-Spiel Hover, das bei Windows 95 versteckt im Lieferumfang dabei ist.

Auch die Geschichte von OS/2, das anfangs von Microsoft und IBM gemeinsam entwickelt wurde ist dort nachzulesen. Ein Downloadbereich und ein Forum runden das Angebot ab.

Geschrieben von Olivia Adler am 30. Oktober 2006 in Weblife | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Virenscanner: Doppelt hält besser

Dieser Meinung ist man zumindest bei Kaspersky und hat mit Kaspersky Anti-Virus S.O.S. einen Virenscanner vorgestellt, der explizit als Zweitscanner vorgehen ist für Systeme, auf denen bereits ein anderes Antivirenprogramm arbeitet. Im Prinzip eine gute Idee, kann doch auch der beste Virenscanner mal einen Schädling übersehen oder ein Update nicht rechtzeitig heruntergeladen werden. Doch in der Praxis wird das Tool wohl kaum mehr Sicherheit bringen, denn es arbeitet nur als On-Demand-Scanner, also nach manuellem Start.

Doch gerade in Unternehmen, für die Kaspersky S.O.S. anpreist, ist es eher unwahrscheinlich, dass ein Mitarbeiter vor dem Öffnen einer Datei noch mal einen Scan von Hand durchführt. Zu groß ist der Aufwand bei der täglichen Arbeit, zu unbedarft die meisten Anwender in Sachen IT-Sicherheit. So bleibt der Zweiscanner denn vergebliche Liebesmühe: entweder der Standardvirenscanner, der On-Access über alle Dateien wacht, springt an oder die Datei wird einfach so geöffnet.

Besser wäre es natürlich, würde man beide Scanner On-Access arbeiten lassen. Doch dabei kommen sie sich in die Quere, wie Kaspersky selbst zugibt. So fehlt denn die meiner Meinung nach wichtigste Funktion des Zweitscanners, was Kaspersky frech als Feature verkauft: "Das Programm arbeitet ausschließlich im On-Demand-Modus, so dass keine zusätzlichen System-Ressourcen in Anspruch genommen werden."

Geschrieben von Daniel Dubsky am 30. Oktober 2006 in IT-News | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Für YouTube wird's eng

Seit Google sich YouTube einverleibt hat, sind für das Videoportal schwere Zeiten angebrochen. Denn mittlerweile lassen immer mehr Musikfirmen, Fernsehsender und andere Inhaltslieferanten ihre ohne Genehmigung veröffentlichten Videos aus dem YouTube-Angebot entfernen. Das bedeutet für das Portal einen gehörigen Videoschwund - der zudem die populärsten Inhalte trifft. Die vergangene Woche gelöschten 30 000 japanischen Clips sind für den westlichen Teil der Web-Gemeinde wohl zu verschmerzen. Schwerer wiegen da Abgänge wie South Park oder die Spiele der Fußball-Bundesliga. Zumal es sich kaum um die letzten derartigen Löschaktionen gehandelt haben dürfte.

Für YouTube könnte das durchaus existenzbedrohend werden, wenn nicht bald ein paar Lizenzen von potenten Inhaltslieferanten erworben werden. Denn so dünnt gerade der Bestand an professionellen, weil gut gemachten Videos gehörig aus. Dass nur das Restangebot der von den Usern generierten Videos und ein paar geduldete Appetithäppchen der Industrie die gleiche Surfer-Massen anziehen wie bisher, wage ich zu bezweifeln. Wie bei den Tauschbörsen wird dann die Karawane weiterziehen - zum nächsten Portal, das noch mit South Park & Co. aufwarten kann.

Geschrieben von Daniel Dubsky am 30. Oktober 2006 in Weblife | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

Telefonkritzeleien gesucht

Jeder hat sie schon mal gesehen, nebenbei entstandene kleine Kunstwerke: In einer langweiligen Schulstunde, in Konferenzen oder auch bei Telefonaten haben viele das Bedürfnis, beim Zuhören oder auch beim Reden parallel mehr oder weniger kunstvolle Gebilde auf den Block oder die Schreibtischunterlage zu kritzeln - oder auch mal ins Lehrbuch.

Claus Albers hat sich nun zur Aufgabe gemacht, diese "Kritzeleien" zu sammeln und im Web und eventuell auch als Buch zu veröffentlichen. Weitere Informationen gibt es auf seiner Website "Calling Art". Als Lohn winkt jedem Teilnehmer ein Exemplar des Buches, idealerweise als Freiexemplar, ansonsten zum Selbstkostenpreis.

Geschrieben von Olivia Adler am 29. Oktober 2006 in Cool Stuff | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

dumpr: neue flickr-Spielzeuge

Dumpr_museum In flickr-Fotostreams tauchen derzeit immer öfter Innenansichten von Museen auf, in denen die Fotos der flickr-Mitglieder zu "bestaunen" sind. Dahinter steckt ein neues Fun-Angebot: dumpr. Momentan beschränkt sich das Angebot noch auf die Komponenten "similr" und "museumr". similr analysiert die Favoriten des ausgewählten flickr-Users und wirft ähnliche Fotos anderer flickr-User aus. museumr bietet die Möglichkeit, ausgewählte Fotos in eine von drei möglichen Museums-Ansichten einzupassen - ein witziger Hingucker. Weitere "Spielzeuge" sind in Planung, das dumpr-Blog informiert über Neuerungen.

Geschrieben von Olivia Adler am 28. Oktober 2006 in Cool Stuff | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Microsoft vs Porno-Spammer: 1 : 0

Wer eine eigene Domain hat, kennt das: irgendwann hat man das zweifelhafte Vergnügen, als Absender von Spam-Mails aufzutauchen und erboste Mails von unfreiwilligen Empfängern zu erhalten. Um so unangenehmer, wenn es sich bei dem Spam um Porno-Mails handelt. Da es in Deutschland nach wie vor kein Anti-Spam-Gesetz gibt, sind die rechtlichen Möglichkeiten, dagegen vorzugehen, beschränkt. Microsoft allerdings war jetzt auf dem Weg über das Markenrecht erfolgreich und hat die Keule ausgepackt: am 25.10. verurteilte das Oberlandesgericht Karlsruhe einen Spammer, der für einen Teil seiner Porno-Spam-Mails gefälschte Adressen des Microsoft-Maildienstes Hotmail verwendete, die Verwendung solcher Adressen für Spam in Zukunft zu unterlassen, bei Meidung eines Ordnungsgeldes von 250.000 Euro. Darüber hinaus soll er detailliert Auskunft über die Spamaktivitäten geben und Schadensersatz zahlen. Die Verwendung der Hotmail-Adresse wird als Markenverletzung eingestuft. Na das wäre doch mal ein richtig lohnendes Feld für Abmahnanwälte - wenn sie denn alle Spammer zu fassen kriegen, die Beweislage ist ja doch oft schwierig. Die andere Frage ist natürlich, welches Image ein Markenname wie "Hotmail" suggeriert... ;-)

Geschrieben von Olivia Adler am 27. Oktober 2006 in IT-News | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Liebesgrüße aus Redmond

Redmond_love Das Microsoft Internet Explorer Team hat die Veröffentlichung der neuen Firefox-Version gebührend gewürdigt und den Firefox-Entwicklern einen Kuchen geschickt mit der Aufschrift "Congratulations on shipping! Love, the IE team". OK, die Farbgebung des Kuchens erinnert eher an eine Traueranzeige, aber vergiftet soll er nicht gewesen sein.

Geschrieben von Olivia Adler am 27. Oktober 2006 in Cool Stuff | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack