« Juli 2006 | Start | September 2006 »

Musikdownload kostenlos und legal

Was waren das noch Zeiten, als der (illegale) Musiktausch in Napster (mittlerweile unter neuem Konzept relauncht) und Morpheus blühte. Man konnte sich einen Song erstmal anhören oder ihn überhaupt erstmal finden und dann entscheiden, ob man ihn kaufen will. Häufig fiel die Entscheidung für den Kauf aus, auch wenn das die Musikindustrie bis heute nicht glaubt. Inzwischen gibt es jede Menge kostenpflichtige legale Downloadportale wie Apple iTunes oder T-Online Musicload, aber nicht jeder ist glücklich damit. Kostenlos war es doch viel schöner.

Diese Lücke will SpiralFrog füllen. Das New Yorker Startup wird im Dezember 2006 mit einem neuen Musikangebot starten. Die Besonderheit: die Downloads kosten nichts. Dafür wird während der Downloadzeit bildschirmfüllende Werbung eingeblendet, über die das Ganze finanziert werden soll. Die Downloads im MP3-Format können auf MP3-Player kopiert, aber nicht auf CD gebrannt werden. Spiralfrog hat einen Vertrag mit dem Weltmarktführer Universal Music Group (UMG) und kann damit den gesamten Musikkatalog von UMG zum Download anbieten - leider zunächst nur in den USA und Kanada, aber ab Frühjahr 2007 soll das Angebot auch auf den europäischen Markt ausgeweitet werden. YouTube verhandelt derweil mit Plattenfirmen, um ein kostenloses Musikvideoangebot zu ermöglichen. (Quelle: Pro 7 TV-Nachrichten vom 30.8.)

Geschrieben von Olivia Adler am 31. August 2006 in Cool Stuff | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack

Colossus bankrott

Das Rätsel um Colossus Inc ist gelöst: Wie der Reseller KeNet auf seiner Site informiert, ist der US-Hoster,  ein Dinosaurier der Branche (schon 1995 war Colossus ein bekannter Name im Hostinggeschäft) bankrott. Das erklärt dann freilich auch den tagelangen Ausfall. Die über 70.000 Kunden dürften sich "freuen". Das Konzept mit dem automatisierten Hosting ist dann wohl doch nicht aufgegangen. Kann man mit reinem Webhosting überhaupt noch vernünftig Geld verdienen? Der Preisverfall auf dem Gebiet ist ja schon gigantisch - der Blick auf den Geldbeutel sollte aber nicht das einzige Kriterium bei der Auswahl des Providers sein, Ausfallsicherheit und Reaktionsgeschwindigkeit zusammen mit einer problemlos erreichbaren telefonischen Hotline sind weitaus wichtiger.

P.S.: Noch ist im Netz kaum was dazu zu finden, nur ein italienischer Provider hat offenbar das gleiche Problem mit Colossus.

Geschrieben von Olivia Adler am 30. August 2006 in IT-News | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Joomla - wichtige Security-Updates

Einen High Level Security Fix hat Joomla.org für das Content Management System (CMS) Joomla veröffentlicht und rät, alle Joomla-Installationen schnellstens zu patchen. Die als sehr kritisch eingestufte Sicherheitslücke betrifft sämtliche Joomla-Versionen. Das aktuelle Patch enthält insgesamt 28 Security Fixes, darunter vier aus der höchsten Gefahrenstufe.

Wichtiger Bestandteil des aktuellen Updates ist eine neue .htaccess-Datei, die viele der Probleme löst. Joomla-Nutzer, die ihr System patchen, müssen diese .htaccess eventuell manuell implementieren, um auf der sicheren Seiten zu sein.

Nach Aussage der Joomla-Entwickler erfährt Joomla in letzter Zeit erhöhte Aufmerksamkeit in Hackerkreisen, was zahlreiche Sicherheitslücken zu Tage fördert. Grundsätzlich kann sich Joomla darüber nur freuen: Einerseits wird das System dabei sicherer, andererseits ist hohe Aufmerksamkeit in Hacker-Kreisen immer auch ein sicheres Zeichen dafür, dass ein Produkt am Markt eine gewisse Bedeutung erlangt hat.

Geschrieben von Franz Neumeier am 30. August 2006 in IT-News | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

AOL = Badware?

Die Initiative StopBadware.org (wir berichteten) erregte gestern Aufsehen, weil sie die Version 9.0 des AOL-Clients als Badware einstuft. Nach dem vorläufigen Bericht auf der StopBadware-Website erfüllt der Client Badware-Kriterien wie Installation von zusätzlicher Software ohne Benachrichtigung des Anwenders, Erzwingen einer Aktion von Seiten des Anwenders (beeinträchtigt die Computeranwendung), Einfügen der AOL-Toolleiste und zusätzlicher Icons in den Internet-Explorer (Veränderungen bestehender Software ohne Einwilligung), selbsttätiges Hinzufügen in den Favoriten, Hinzufügen einer AOL-Deskleiste zur User-Taskleiste, automatisches Software-Update und unvollständige Deinstallation.

Bei früheren Versionen war es noch so, dass außerdem DLLs ohne Vorwarnung überschrieben wurden und dann außerhalb AOL in manchen Fällen plötzlich kein Internet-Zugang mehr möglich war - ein Grund, warum ich nach Version 4.0 nie wieder ein Update installiert habe. ;-)

Geschrieben von Olivia Adler am 29. August 2006 in IT-News | Permalink | Kommentare (3) | TrackBack

blog.de als Domainhoster

Bloghoster blog.de ist unter die Domainhoster gegangen: ab sofort ist dort ist auch die Registrierung von Domains über blog.de möglich. Die Domains werden automatisch auf die bei blog.de gehosteten Blogs aufgeschaltet. Die Preise beginnen in der Einführungsphase bei 1,99 Euro monatlich für DE-Domains für Kostenlos-Mitglieder und bei 0,99 Euro für Pro-Mitglieder. Domains werden immer für ein Jahr registriert und berechnet. Die Einführungsphase dauert bis 31.10., wie hoch die Preise danach sind, ist aus der blog.de-Website nicht zu entnehmen.

Es geht aber (zumindest für die Kostenlos-Kunden) auch billiger: über dedizierte Domainhoster wie z. B. united-domains.de sind DE-Domains schon für 12 Euro pro Jahr incl. MwSt. zu haben und können auf einen beliebigen URL weitergeleitet werden.

Geschrieben von Olivia Adler am 29. August 2006 in IT-News | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Mars-Mission mitfinanzieren?

Das ist eine einmalige Gelegenheit! Betätigen Sie sich als Venture-Capitalist! Mit nur 50 Euro Einsatz können Sie Finanzier der ersten privaten Mission zum Mars werden! Ganz ernsthaft, das geht wirklich. Die AMSAT-DL P5A-Mission soll eine Sonde zum Mars bringen, und wer an der Finanzierung mitwirkt, indem er ein oder mehrere 10x10-Pixel-große Stücke auf der Pixelseite von Ticket to Mars kauft, wird sogar auf einer CD verewigt, die mit zum Mars fliegt. Tolle für wagemutige Weltraumerkunder, aber eher nichts für Leute, die vermeiden wollen, eines Tages eine E-Mail von einem Marsmenschen zu bekommen ;-)

Viele Filet-Stückchen auf der Mars-Pixelkarte sind noch frei, beispielsweise ganz oben auf in paar großen Steinen oder auch direkt in der Rakete, nur die allerbesten Plätze auf den Gipfeln von Hügeln sind schon weg. Also schnell zuschlagen, bevor nur noch Plätze im roten Staub des Mars übrig sind. Offiziell startet sie Site übrigens zum 1. September, aber Pixel werden schon jetzt verkauft.

Geschrieben von Franz Neumeier am 29. August 2006 in Weblife | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

Was ist los mit Colossus?

Seit Samstag mittag ist meine persönliche Website nicht mehr erreichbar, nachdem es schon vorher immer häufiger zu kurzen Ausfällen kam. Mein deutscher Provider (Reseller für den US-Server, auf dem die Site läuft) will keinen Raum für Spekulationen geben, die Ursache für die Downtime ist immer noch nicht bekannt, es gibt nur (nicht kommunizierte) Mutmaßungen.

Nachdem ich meine IP weiß, habe ich mal nachgesehen, wohin sie gehört: der US-Provider ist colossus.net, und der scheint aktuell auch mit seiner eigenen Präsenz Probleme zu haben, denn die Site bringt nur einen 403-Forbidden-Error, man muss schon den Google-Cache bemühen, um mehr zu sehen. Ab da wird es mir ein wenig unheimlich, denn Colossus wirbt mit einem zu 67,77 % automatisierten Rechenzentrum (Zitat aus dem Google-Cache: "Yesterday, robots provided 67.77% of the "manpower" at Colossus. Colossus machines have been up 20,647 days total and are hosting 70,826 domains."), und ich wusste davon absolut nichts, als ich meinen vorigen Eintrag geschrieben habe!

Tja, irgendwas machen die Maschinen da, aber definitiv nicht das, was sie sollen. Vielleicht chatten sie mit Guardian in Russland?

Geschrieben von Olivia Adler am 28. August 2006 in Webtech | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack

Bot Talk: Chatten und chatten lassen

Konversation kann ein Problem sein, wenn die Gesprächspartner sich nichts zu sagen haben oder nach dem Austausch der ersten Chat-Allgemeinplätze ("send pix") das Wortreservoire erschöpft ist. Warum also nicht einfach zwei Bots beim Reden zusehen? Das gibt dann auch wieder Gesprächsstoff. Schon seit Jahren unterhalten sich bei Parsimony die Bots Colossus und Guardian, man kann ihnen live zusehen oder im Archiv nachlesen, oder auch selbst mit ihnen chatten. Das Ganze gibt es auch in einer deutschen Version.

Der Bot Talk ist inspiriert durch den SF-Film "The Forbin Project" (1970), der wiederum auf dem Roman "Colossus" von Dennis Feltham Jones (1966) aufbaut.

Geschrieben von Olivia Adler am 28. August 2006 in Cool Stuff | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Firefox-Erweiterung für privaten Dateitausch

Seit kurzem gibt es eine erste Betaversion der Firefox-Erweiterung AllPeers, die dem Open-Source-Browser zu Filesharing-Fähigkeiten verhilft. Das Tool baut per Bittorrent-Protokoll ein Darknet auf - ein privates P2P-Netzwerk, über das sich bequem Dateien austauschen lassen. Sehr praktisch ist das beispielsweise für größere Mengen Urlaubsfotos, die man sonst vergleichsweise umständlich erst auf einen FTP- oder Webserver laden wuerde oder auf CD/DVD brennt und verschickt.

Dateien lassen sich mit AllPeers sowohl für einzelne Nutzer als auch Gruppen freigeben. Wie in anderen Filesharing-Programmen kann man auch in den freigegebenen Verzeichnissen von Freunden und Bekannten stöbern. Bis zur fertigen Version 1.0 werden zudem noch einige Funktionen nachgerüstet, so soll das Programm dann beispielsweise Chats erlauben und herkömmliche Bittorrent-Downloads übernehmen können.

Geschrieben von Daniel Dubsky am 28. August 2006 in Weblife | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Tupper-Party im Internet

Das ich da nicht von selbst drauf gekommen bin: Web-Communities eignen sich hervorragend für das Abhalten einer virtuellen Tupperparty! Das sagt einer der vielen nie bestellten Newsletter, die täglich bei mir eintrudeln. Okay, diesen Newsletter werde ich in Zukunft aufmerksamer lesen - da stecken Geschäftsideen drin. Werde ich gleich mal meiner Frau vorschlagen. Videokonferenz via Skype und schon ist Partytime mit den vielen bunten Tupperware-Schüsseln, -Gadgets und anderem Zeug, dass unseren Küchenschrank schon zur Genüge füllt.

Allerdings, wenn ich's mir recht überlege: Die virtuelle Tupper-Party hat sogar schon einen Namen: eBay, Kategorie Tupperware (okay, die wirklich Bezeichnung der Kategorie heißt "Kochen und Genießen"). Dort gibt's nämlich wirklich alles von Tupper, selbst brandneue Serien, die man offiziell noch gar nicht kaufen kann und sogar exotische Tupperware-Schüsseln aus den USA, die man hierzulande nie wird kaufen können. Mit etwas Geduld kriegt man das Zeug weit unter Listenpreis. Wer kann da noch widerstehen?

Ich bin froh um diese Erkenntnis, denn jetzt muss ich den eingangs erwähnten Newsletter doch nicht regelmäßig lesen. Alles alter Kaffee, was die als Zukunftstrend verkaufen ...

Geschrieben von Franz Neumeier am 28. August 2006 in Weblife | Permalink | Kommentare (13) | TrackBack