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Bildklischees auf Webseiten

Der Kunde wünschte für die Collage auf der Homepage unter anderem ein Paar Augen hinter Brillengläsern, das den Surfer kompetent anblickt. Konnte er haben, war dank istockphoto schnell gefunden.

Hätte ich doch da nur schon die Top Ten Stock Photography Cliches gekannt, ich hätte ihm vielleicht abgeraten. Oder wenigstens nicht zielsicher die allgegenwärtige Ewa als Motiv ausgewählt. Andererseits - vielleicht ist es ja bei Website-Illustrationen genauso wie bei der Navigation, dass sich durchs ständige Kopieren ein Quasi-Standard herausschält, wie man ihn beispielsweise bei Weblogs kennt und man sich dann einfach freut, bekannte Gesichter wiederzusehen. Man ist ja schon darauf geeicht, bestimmte Abbildungen zu erwarten und wäre womöglich irritiert, plötzlich was anderes zu sehen. Also darf Ewa bleiben. ;-)

Geschrieben von Olivia Adler am 30. Juni 2006 in Webtech | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

George Bush singt "Sunday Bloody Sunday"

George Bush ist unter die Sänger gegangen und versucht sich an "Sunday Bloody Sunday" von U2, das 1983 als Statement gegen die Unruhen in Nordirland gedacht war. Allerdings macht er das nicht ganz freiwillig und weiß womöglich noch gar nichts davon - das Ganze ist ein trickreiches Mash-Up aus Mitschnitten einer Kongress-Übertragung. Der Kongress tanzt folgerichtig im Takt mit - und auch das nicht ganz freiwillig. (Siehe dazu auch Bericht in SPON. )

Geschrieben von Olivia Adler am 30. Juni 2006 in Cool Stuff | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Elektroschocks gegen Langeweile

Früher boxten sich harte Männer gegenseitig auf den Oberarm und verzogen dabei möglichst keine Miene, um zu beweisen, wie hart sie wirklich sind. Wer als erster genug hatte, war ein Feigling, ein Weichei, ein Drückeberger.

Heutzutage ist das allerdings kaum noch zeitgemäß, es fehlt irgendwie der technische Aspekt. Schließlich klettert man als Kind heute auch nicht mehr auf Bäume und spielt im Matsch, sondern sitzt auf dem Sofa und beschäftigt sich mit der Playstation.

ShockingrouletteDas richtige Spielzeug für echte Männer sind aktuell die Shocking Toys. Die heißen so, weil sie Elektroschocks verteilen: das Shocking Roulette einfach nach dem Zufallsprinzip an einen der vier Nutzer, die ihren Finger in das Teil stecken; Lightning Reaction Extreme an den langsamsten Spieler oder wahlweise sogar an alle außer dem schnellsten. Na dann, frohes Bruzzeln!

Geschrieben von Daniel Dubsky am 29. Juni 2006 in Cool Stuff | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

Joomla-Buch zum Download

Galileo Computing hat die aktuelle Auflage des Buches "Joomla! Das Handbuch für Einsteiger" in HTML-Form zum Lesen und Downloaden bereitgestellt. Es liefert eine Einführung in das CMS von der Installation über den Einsatz im laufenden Betrieb bis hin zu anspruchsvolleren Themen wie Datenmigration, Backup und das Erstellen eigener Erweiterungen. Auf die XAMPP-Umgebung mit Joomla, die Beispiele aus dem Buch sowie Templates und Erweiterungen die der gedruckten Ausgabe auf CD beiliegen muss man dann zwar verzichten, doch das sollte sich verschmerzen lassen. Die aktuelle Joomla-Version gibt es ohnehin nur online ...

Geschrieben von Daniel Dubsky am 29. Juni 2006 in Webtech | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Googles Gbuy fordert Paypal heraus

Noch tut sich nichts auf gbuy.com, aber das könnte sich noch diese Woche ändern, denn wie verschiedene Quellen berichten, ist der Start des neuen Google-Bezahlsystems für den 28. Juni, also heute, geplant. Seit einiger Zeit läuft bereits still und heimlich ein Live-Test des Systems bei verschiedenen Händlern. Damit rundet Google sein Geschäftsmodell ab, das bereits jetzt Anzeigenplätze vermarktet und mit Froogle außerdem bereits eine Waren-Suchmaschine anbietet. Die so gekauften Waren könnten dann gleich mit Gbuy bezahlt werden. Es ist zu erwarten, dass der neue Bezahldienst eine ernsthafte Konkurrenz für Paypal darstellen wird, das insbesondere in ebay inzwischen ein sehr beliebtes Bezahlsystem ist. Was kommt als nächstes? Die Google-Enzyklopädie? Reisen mit Google? Online-Wahlen mit Google? Partnersuche mit Google?

Geschrieben von Olivia Adler am 28. Juni 2006 in IT-News | Permalink | Kommentare (3) | TrackBack

Nachrichten von der Basis mit NowPublic.com

Offene Nachrichtenportale, in denen jeder ein Reporter werden kann, gibt es mehrere, aber NowPublic hat sein eigenes Rezept: Ähnlich wie bei z. B. yigg stellt man kommentierte Links zu interessanten Nachrichten ein, die Community kann dann aber diese Kurzberichte durch sogenannte "Footage" ergänzen, also zusätzliches Material wie z. B. flickr-Fotos oder Video. Um die Mitteilungsfreude zu erleichtern, gibt es außerdem noch ein Bookmarks-Toolbar-Plugin für Firefox, mit dem man mit einem Klick interessante Websites in das System posten kann. Man kann auch RSS-Feeds importieren und damit z. B. das eigene Blog in NowPublic syndizieren. Die verlinkten Bilder enthalten immer einen Link zur Originalquelle, so dass die Urheberschaft gewahrt bleibt. Praktisch ist auch, dass man die News und das Bildmaterial im eigenen Blog nutzen kann. Voraussetzung ist aber immer, dass die Ursprungslizenz der Bilder und Texte ein Publizieren in NowPublic und anderen Plattformen zulässt. Zum Schutz des Urheberrechts wird eine Creative-Commons-Lizenz eingesetzt. Jacky wurde dank NowPublic bereits berühmt ;-) - und vor Verwendung des Bildes wurde brav nachgefragt. Auch Wolfgang hatte bereits die Ehre.

Geschrieben von Olivia Adler am 28. Juni 2006 in Webtech | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Volksport Domaingrabbing

Mehr als 10 Millionen .de-Domains und gerade mal die Hälfte wird genutzt - so sieht's aus in Deutschland. Der Rest harrt auf einen Weiterverkauf oder liegt komplett brach, was nur in den seltensten Fällen unterhaltsam ist.

Laut Sedo finden sich hinter 16 Prozent der deutschen Adressen private Webseiten, hinter 21 Prozent die von Firmen. Das war's dann aber auch schon mit Inhalten; mit etwas gutem Willen kann man allerdings noch die zwölf Prozent mitzählen, die als Co-Domain dienen und damit immerhin einen Zweck erfüllen. Satte 45 Prozent der .de-Adresse sind dagegen nicht konnektiert, für den Weiterverkauf oder die spätere Nutzung geparkt und werden von einer Provider-Standardseite geschmückt. *

Dass nicht jeder, der eine Domain ungenutzt herumliegen lässt, diese später mit Gewinn verkaufen will, ist schon klar. Dennoch sind wir wohl ein Volk von Domaingrabbern mit der Denkweise: Besser die Domain gehört mir, als dass sie jemand anders bekommt. Die Provider jedenfalls freut's, dürfen sie uns doch immer wieder neue TLDs verkaufen - zuletzt etwa .eu-Domains, bei denen wir Deutschen mit Abstand am häufigsten zulangten.

* Was mit den restlichen sechs Prozent der .de-Domains ist? Keine Ahnung, womöglich alles Seiten von Behörden, Vereinen, Organisationen und Bildungseinrichtungen und daher nicht bei Privat beziehungsweise Firmen mitgezählt.

Geschrieben von Daniel Dubsky am 28. Juni 2006 in IT-News | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

Gratis-VoIP via Festnetztelefon

Einem VoIP-Client für den PC a la Skype hat Jajah schon vor langem abgeschworen und bietet nur noch "webaktivierte Telefonie" an. Der Anwender gibt seine und die Telefonnummer des Gesprächspartners auf der Jajah-Website ein, der Dienst verbindet beide. Der Vorteil: Da die Gespräche zumindest teilweise durch das Internet geleitet werden, liegen die Tarife großteils unter denen der Festnetztelefonie; der Anwender braucht aber kein besonderes Telefon oder eine VoIP-Software. PC und Internet-Zugang werden lediglich zum Anstoßen des Gesprächs benötigt.

Nun geht Jajah noch einen Schritt weiter: Wie man heute ankündigte, sind Festnetzgespräche in den meisten Ländern ab sofort kostenlos - in einigen Ländern auch Anrufe ins Mobilfunknetz. Voraussetzung ist lediglich, dass beide Gesprächsteilnehmer bei Jajah registriert sind.

Damit setzt der VoIP-Dienst nun ganz auf kostenpflichtige Zusatzleistungen wie SMS, Rückruffunktionen oder eine zentrale Verwaltung mehrerer Jajah-Accounts.

Ob das allein jedoch reicht, bleibt abzuwarten, schließlich herrscht gerade im Internet eine ausgeprägte Gratis-Mentalität. In den FAQ bittet man deshalb auch darum, die "kostenlosen Anrufe auf eine Stunde pro Tag zu limitieren beziehungsweise 1000 Minuten pro Monat". Ob's hilft?

Geschrieben von Daniel Dubsky am 28. Juni 2006 in IT-News | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

Domain-Schwemme

Geschafft: Heute nacht hat der Domain-Zähler der Denic die 10-Millionen-Marke überschritten. Eigentlich hatte man dieses Ereignis erst im Juli erwartet, aber die ein oder andere Sonderaktion hat das ohnehin schon flotte Domain-Wachstum wohl noch mal beschleunigt.

Lediglich die Top Level Domain .com ist noch erfolgreicher als das Länderkürzel .de und kommt auf über 51 Millionen registrierte Adressen. Betrachtet man nur die länderspezifischen TLDs hängt .de die Verfolger locker ab: Derzeit sind mehr Domains mit .de angemeldet als mit .uk, .nl und .it zusammen.

Von der Denic gibt es noch keine Pressemitteilung, so dass noch unbekannt ist, welches die 10millionste Domain war. Bis es soweit ist, gibt es zum Zeitvertreib hier ein paar Statistiken über die Domain-Verteilung in Deutschland (Düsseldorf hat München bei der Domain-Dichte überholt!).

Geschrieben von Daniel Dubsky am 27. Juni 2006 in IT-News | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

RFC-konforme Dummy-Adressen

Um Spam zu vermeiden, ist in Weblogs und Foren die Angabe einer e-mail-Adresse meist zwingend - auch das Internet-Professionell-Weblog macht da keine Ausnahme. Nun will nicht jeder seine e-mail-Adresse preisgeben, teils aus Angst vor Spammern, teils aber auch, weil man etwas Privatsphäre behalten will. Statt sich dann eine anonyme Adresse bei einem der vielen Kostenlos-E-Mail-Dienste zu besorgen, kommen nun viele auf die Idee, eine Adresse in der Syntax irgendwas [at] beispiel.de oder ähnliches einzugeben. Auch beim Erstellen von Dokumentationen kommt das häufig vor.

Leider handelt es sich hier meist nicht um freie Domains, sondern um Domains, die in Betrieb sind und auf diesem Weg unerwünschte Mail erhalten. Laut RFC 2606 ist die Verwendung von Dummy-Adressen klar geregelt. Für Test- und Dokumentationszwecke sind folgende TLDs freigegeben:

  • .test (für DNS-Tests)
  • .example (für Dokumentationen und Beispiele)
  • .invalid (für offensichtlich ungültige Online-Domainnamenskonstruktionen)
  • .localhost (reserviert für Host-DNS-Implementierungen für Loopback-IP-Adressen)

Das bedeutet: wenn schon Fake-Adresse, dann irgendwas [at] wasauchimmer.invalid. ;-)

Auch Second Level Domains gibt es für Testzwecke, nämlich:

  • example.com
  • example.net
  • example.org

Ins Deutsche lässt sich das nicht so einfach übertragen, beispiel.de z. B. verweist auf die Website eines Internet-Providers.

Geschrieben von Olivia Adler am 25. Juni 2006 in Webtech | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack