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Click-Through-Rate von 150% !?

Eine nette Überraschung erlebte ich heute früh, als ich einen Blick in meinen Google Adsense-Account warf: CTR (Click Through Rate) 150% bei AdSense für Suchergebnisseiten! Vier Pageviews, sechs Klicks! Sonst habe ich da eher CTRs von 1-2 Prozent.

Ctr150_2 Es war übrigens früh am Morgen, daher die wenigen Zugriffe. Aber die wenigen Besucher meinten es offenbar besonders gut mit mir und haben auf den Google-Suchergebnissen nicht nur einen, sondern gleich mehrere gesponsorte Links angeklickt. Wie schön wäre es doch, wenn heute Abend die CTR immer noch auf 150% stünde, dann aber mit 2.000 Pageviews und 3.000 Klicks ;-)

Geschrieben von Franz Neumeier am 31. Mai 2006 in Weblife | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

iDon't - MP3-Player gegen den Herdentrieb

Idont_1 Auf der Website von iDon't angekommen, rätselt man erst einmal ein wenig, worum es sich handelt: Pfiffige Grafik, subversives Schwarz, und ein Aufruf zum Widerstand gegen "iTatorship". Ein niedliches Schaf trägt einen weißen Kopfhörer, der einen doch verdächtig an Apples iPod erinnert, und in der mit "Propaganda" betitelten Linkabteilung gibt es dann auch Anti-iPod-Sites.

Ipuppet Der Haupt-Kritikpunkt ist dabei vor allem das proprietäre Format, das einen auf einen Anbieter festlegt. Hinter dem letzten Link, "The Alternative", verbirgt sich dann das eigentliche Produkt: ein MP3-Player von Sandisk, der wenigstens im Design dann doch ein wenig iPod-inspiriert scheint. Alles in allem eine pfiffige Kampagne, und als Goodie gibt es unter "Materials" Propagandamaterial (als PDF-Poster oder Hintergrundbild) zum Downloaden.

Geschrieben von Olivia Adler am 30. Mai 2006 in Cool Stuff | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

Fußball-Erotik als Handy-Game

Ein Handy-Fußball-Game, bei dem sich die Trainerin (!) auszieht, wenn die Spieler besonders tolle Tricks vorführen. Sexy Soccer heißt das Spielchen. Was für eine dämliche Idee. Wo gibt's denn im Männer-Fußball Trainerinnen? Warum nicht gleich Frauenfußball, wo sich die Spielerinnnen beim Trikot-Tausch die Kleider vom Leib reißen? Das wäre wenigstens halbwegs realistisch. Aber mit Sex verkauft offenbar jeder Schmarrn (für die Nicht-Bayern: "Schmarrn" = "Blödsinn").

Preview auf die erotischen Fußballtrainerinnen gefällig? Bei Mufa gibt's das Spiel schon.

Liebe Frauen, an Euch hat Spielehersteller InfoSpace natürlich wieder nicht gedacht. Eine Variante mit männlichen Trainern gibt's nicht. Aber wenn ich mich so an die Trainer-Historie der deutschen Nationalmannschaft erinnere, müßte man dafür sexuell auch ziemlich verzweifelt sein, um sich das anzutun ;-)

In Wirklichkeit habt Ihr Frauen es besser. Das Handy-Game ist eher dürftig, aber für Euch gibt's eine klasse Website zum Thema Erotik und Fußball: sexy-soccer.de.vu. Dort gibt's Fotos von echten Fußballern (ja, Michael Ballack ist auch dabei!). Wörter wie "ohne T-Shirt" oder "shirtless" liest man dort ebenso häufig wie barfuß (wohl was für Fußfetischisten), und sogar eine Schwanzus Longus Hitliste ist vertreten. Jetzt muss ich aufhören zu schreiben, sonst zerreist es mich noch vor Lachen ... sorry ... das ist einfach zu komisch ... :-)))))

Geschrieben von Franz Neumeier am 30. Mai 2006 in Weblife | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack

Web 2.0 ist tot!

Der Begriff "Web 2.0" darf vielleicht bald nicht mehr verwendet werden. Jedenfalls, wenn es nach dem US-Medienunternehmen CMP Media geht. Der Wahnsinn um Markenrechte und Schutz von eigentlich allgemeinen Begriffen geht damit in die nächste absurde Runde. Zugegeben, Tom O'Reilly, Chef von CMP Media, hat den Begriff wahrscheinlich sogar erfunden, jedenfall organisiert sein Firma seit 2004 eine jährliche Konferenz unter dem Namen "The Web 2.0 Conference". Jetzt wollte die irische non-profit Industrievereinigung it@cork ebenfalls den Begriff "Web 2.0" im Namen einer Konferenz verwenden und fing sich prompt ein Anwaltschreiben mit Unterlassungerklärung ein.

CMP hat derweil ein Antragsverfahren laufen, um sich "Web 2.0" als Markenzeichen eintragen zu lassen. Geht das durch, dann sind wir bald bei Zuständen wie mit der Fußballweltmeisterschaft - wer "Web 2.0" auch nur denkt, wir sofort verklagt.

Ein entsprechender Beitrag im Blog von Tom Raferty löste einen Sturm der Entrüstung aus. Die Philosophie, die hinter Web 2.0 steht, beruht auf dem Teilen von Wissen, Daten und Erlebnissen. Den Begriff als Markenzeichen zu vereinnahmen, stünde dazu im Widerspruch, meint Raftery. Web 2.0 sei kein eindeutig definierter Begriff, da er nicht für Software stehe, sondern verschiedene Entwicklungen umfasse, wie zum Beispiel Weblogs, Wikipedia oder soziale Networking-Seiten wie MySpace.

CMP hat seine Haltung inzwischen etwas abgeschwächt und erlaubt nun grundsätzlich die Verwendung des Begriffs. In Zukunft müsse aber um Erlaubnis gebeten werden. Nur wer von CMP's Gnaden ist, darf den Begriff also verwenden. Tolle Aussichten.

Interessant wäre noch zu wissen, ob man als kleiner Website-Betreiber überhaupt auch nur eine Antwort von dem Konzern bekommt, wenn man per E-Mail anfragt, ob man in einem Blog-Beitrag "Web 2.0" schreiben darf ...

Geschrieben von Franz Neumeier am 30. Mai 2006 in Weblife | Permalink | Kommentare (5) | TrackBack

Ferrero vs FIFA: Kampf um eine Marke

Als P.S. zum Eintrag weiter unten muss ich noch was hinterherschieben, was einen eigenen Eintrag wert ist: Nicht nur treibt der Kampf um die Marken inzwischen so absurde Blüten, dass ein Renato kein T-Shirt mit seinem Namen mehr bestellen darf, weil ein Fußballer zufällig genauso heißt, sondern es gab auch schon heftiges Gerangel um die Schutzfähigkeit des Begriffes "WM 2006" als Marke, wie ein Bericht in der ZEIT schön ausführlich schildert: "Das Schoko-Duell". (Der Bericht war im erwähnten Spreadshirt-Newsletter verlinkt).

Bereits im August 2003 gab es demnach von bekannten Firmen wie Henkel oder Ferrero einen Löschungsantrag für die Marke "WM 2000", unter anderem mit Berufung darauf, dass es noch andere WMs wie z. B. die Reit-WM gibt. Interessant genug: gemäß Entscheidung des Patentgerichts vom 3. August 2005 sind die von der FIFA eingetragenen Marken für alle sportnahen Produkte und Medien wieder zu löschen. Dass die Marken immer noch eingetragen sind, liegt daran, dass die FIFA fristgerecht Berufung eingelegt hat und das Verfahren laut ZEIT-Bericht voraussichtlich erst nach der WM abgeschlossen wird.

Es wird aber noch besser: der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschied am 27. April 2006, dass der Begriff "Fußball WM 2006" überhaupt nicht schutzfähig sei (siehe Focus-Bericht). Der Fall liegt jetzt beim Bundespatentgericht, genau wie die causa "WM 2006". Die WM 2006 ist zwar bald schon wieder vorbei, aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel: spätestens 2010 ist das Thema wieder heiß.

Geschrieben von Olivia Adler am 29. Mai 2006 in Weblife | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Le football c'est moi

Diese absolutistische Tyrannen-Macht mit dem vierbuchstabigen Namen, den man in einem nicht-hochjubelnden Artikel nicht schreiben darf, wenn man nicht gleich mit einer Millionen-Abmahnung überzogen werden will, ist schon beeindruckend - allen Respekt. Da schafft es doch tatsächlich ein Fußball-Verband ohne jegliche politische oder völkerrechtliche Legitimation, mehr Kontrolle über das deutsche Volk zu erlangen, als es die bequemen Politiker (ich erinnere nur an die verpennte Abstimmung zur Reichensteuer an einem Freitag nachmittag) zur Zeit hinkriegen. Die ekelhaftesten Nazi-Demonstrationen mit übelsten Hetzparolen dürfen nach wie vor stattfinden, geschützt von der deutschen Polizei. Aber wenn ich Wörter wie "WM 2006" in den Mund nehme (yeees, ich hab' mich getraut!! FIFA, verklag' mich doch!!), dann muss ich um mein Vermögen fürchten, das mir die Herrn Anwälte per Abmahnung abnehmen wollen.

Wen wundert's da, dass über die FIFA ein wahrer Sturm der schadenfrohen Häme hereinbricht, wenn womöglich zehntausende vom VIP-Gästen nicht in die Stadien gelassen werden. Irgend ein Schlaumeier hat nämlich "vergessen", dass auch die besonders bedeutenden Gäste persönlich registriert werden müssen. Könnte man ja einfach nachholen - aber vermutlich war da eine gute Portion Absicht dahinter: Diese VIPs haben nämlich allesamt die mehrere Tausend Euro wertvollen Karten geschenkt bekommen, darunter sicher auch Politiker etc. Die Herrschaften müßten diese Karten teils als geldwerten Vorteil versteuern. Politiker müßte sich wegen illegaler Vorteilsannahme verantworten. Da ist schon verständlich, dass man versucht, sich für die Wichtig-Heinis über die Regeln hinwegzusetzen, die für das gemeine Fußvolk gelten. Ganz wie im Absolutismus, wo Gesetze und Regeln, wenn überhaupt, nur auf dem Papier standen und die Herrscher machten, was sie wollten.

Mal sehen, ob sich bei diesem Konflikt die absolutistische Macht der FIFA durchsetzt, oder ob der deutsche Innenminister es schafft, doch noch die Namen und Personalausweisnummern der illustren VIP-Gäste zu bekommen. Nicht, dass gerade einer dieser anonymen Super-Gäste mit einer Bombe in eine der Nobel-Lounges der Stadien marschiert. Also, Herr Schäuble: Ich hoffe, es braucht zur Bekämpfung dieser Tyrannei nicht wie damals 1789 in Frankreich gleich eine Revolution einschließlich Sturm auf die Bastille, um diesem unseeligen Treiben der FIFA zumindest ein paar deutliche Grenzen zu setzen?

Noch ein Vorschlag übrigens an die Herrn von der FIFA: Lassen Sie sich doch auch noch die Wortmarke "2006" schützen! Wozu den Zusatz "WM"? Schließlich redet in diesem Jahr doch eh' alles nur über Fußball. Da gerät alles andere in en Hintergrund, ergo haben Sie doch das Recht, gleich das ganze Jahr komplett für sich in Anspruch zu nehmen. Und wehe, jemand kommt dann noch auf die Idee, über etwas anderes als Fußball auch nur nachzudenken - sofort verklagen!!! "Fußball macht frei!" - oder so ...

Übrigens, für alle, die im Geschichtsunterricht nicht so gut aufgepaßt haben: Vom absolutistischen "Sonnenkönig" Ludwig XIV. stammt der Spruch "l'etat c'est moi" ("Ich bin der Staat"), den ich mir in leicht veränderter Form für die Überschrift ausgeliehen habe ;-)

Geschrieben von Franz Neumeier am 29. Mai 2006 in Weblife | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

Keine WM-T-Shirts: FIFA mahnt Spreadshirt-Shopbetreiber ab

Wie in einem außerplanmäßigen Newsletter von Spreadshirt am Freitag zu lesen war, muss der Shop-Serviceprovider ganz gegen seine übliche Praxis im Interesse seiner Kunden die Partnershops proaktiv "zensieren" und ohne Einzelprüfung alles WM-Marken-Ähnliche daraus entfernen, nachdem ein Spreadshirt-Partner eine Abmahnung und Unterlassungserklärung von FIFA-Anwälten erhalten hatte, samt Rechnung im vierstelligen Bereich. Der Stein des Anstoßes: ein T-Shirt mit dem Aufdruck

"WM 2006
IRAN - ANGOLA
ich war dabei."

Die FIFA hat sich laut Spreadshirt-Angaben folgende (und weitere!) Wortkombinationen als Marken schützen lassen:

"Deutschland 2006"
"WM 2006"
"World Cup"
"Volunteers 2006"
"Talente 2006 - die FIFA WM in der Schule"
"WM Bier"
"Green Goal"
"FIFA Konföderationen-Pokal"
"Hamburg 2006" oder
"Fan Fest"

Spreadshirt warnt seine Kunden, dass sie ihre Shops gleich überprüfen sollen und problematische Artikel und Artikelbezeichnungen (sprich WM-Verweise)  zu entfernen und erläutert weiter: "Die FIFA könnte uns die konkreten Verstöße genau benennen, dann würden wir sie einfach löschen. Die FIFA nennt uns die konkreten Fundorte aber erst auf Nachfrage und erst, nachdem sie die kostenpflichtigen Abmahnungen an die Shopbetreiber verschickt hat."

Tja, die WM ist kein Kinderspiel. Das musste ja schon Plüschi-Hersteller Nici feststellen, der zwar brav 3,5 Millionen Euro Lizenzgebühr für das Goleo-Maskottchen bezahlt hatte, sich an diesem Brocken dann aber verschluckte, weil die Verkäufe nicht mit den Erwartungen Schritt hielten.

P.S.: Hier haben wir ein paar hilfreiche Links zu Markenrecherche vorgestellt.

Geschrieben von Olivia Adler am 29. Mai 2006 in Weblife | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack

Kostenlos telefonieren dank Hollands Gurkentruppe

"Ohne Holland fahr'n wir zur WM, fahr'n wir zur WM, fahr'n..." Nein, ist ja schon falsch! Aber weil die nunmal eben qualifiziert dabei sind, will man sie ja auch ein bisschen vergackeiern. Mobilfunkdiscounter Klarmobil spendiert deshalb für jedes Gegentor, das die Oranjes kassieren, zehn Freiminuten. "Holland zahlt die Rechnung", heißt die Devise. Ausgenommen sind Elfmetertore nach der Verlängerung. Aber wieso eigentlich Verlängerung und Elfmeterschießen? Holland fliegt doch in der Vorrunde raus, und da gibts keine Verlängerung und Elfmeterschießen. Argentinien und ... öhm ... Elfenbeinküste kommen weiter, klarer Fall.

Wer noch nicht Klarmobil-Kunde ist, sich aber trotzdem am Unglück unserer Nachbarn laben will, kann sich noch bis 9. Juli bei Klarmobil anmelden, um in den Genuss der Freiminuten zu kommen. Oder Sie gewinnen eins von 30 Startpaketen inklusive eines Nokia 5140i und 10 Euro Startguthaben. Fröhliches Torschützenfest!

Geschrieben von Jacqueline Pohl am 29. Mai 2006 in Weblife | Permalink | Kommentare (3) | TrackBack

Back to the roots: Analog-Bloggen und PaperCasting

Während die Webwelt noch rätselt, ob Blogs wirklich der neue Hype sind und warum, startet schon längst die Gegenbewegung: Autoren wissen, dass die besten Gedanken noch immer über die gute alte Schreibmaschine oder das Notizbuch  entstehen, und so ist es nur konsequent, dem FastFood-Blogging ein analoges Kontrastprogramm entgegenzusetzen: Papercasting findet seine eigene Definition von Web 2.0 darin, "tote Bäume digital zu liefern", sprich Texte erst einmal von Hand in die "Maulwurfshaut" zu schreiben oder zu zeichnen oder auf einer uralten Schreibmaschine mit verschwommenen Typen zu tippen, dann einzuscannen und diese Abbilder analoger Texte ins Blog zu stellen. Das braucht seine Zeit, und so ist der neueste Eintrag vom 27. April. Fred On Something hingegen gibt Tipps, wie man sein Moleskine-Notizbuch wie ein Blog organisieren kann (via Netzbuch). Einen Vorteil haben diese Lösungen: sie sind betriebssytemunabhängig und funktionieren überall, auch im Funkloch und ohne Strom.

Geschrieben von Olivia Adler am 27. Mai 2006 in Cool Stuff | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Wir basteln uns ein Phantombild

Endlich: Ultimate Flash Face  is back. Vor einigen Wochen hatte die PC Professionell den Link in ihrem Blog schon mal vorgestellt, leider war das kurz nach einer Erwähnung auf der MTV-Website, nach der die Site mutmaßlich erstmal unter dem Traffic zusammenbrach. (Genauere Informationen waren leider nicht zu erfahren, der Provider hielt sich vorbildlich bedeckt). Nach einer mehrwöchigen Pause ist die Site nun wieder erreichbar und man kann wieder schön Phantombilder basteln und andere raten lassen, wer gemeint ist - wäre doch eine prima Beschäftigung fürs verregnete Wochenende. ;-)

Geschrieben von Olivia Adler am 26. Mai 2006 in Cool Stuff | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack