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Size me, Baby!

Sysmenuint Wie ich sie hasse, diese bevormundenden Webseiten, die mein Browserfenster ungefragt auf maximale Größe ziehen. Je höher die Auflösung, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Browserfenster nicht im Vollbild läuft, sondern in einem etwas kleineren Fenster, das den Text auf lesefreundliche Breite bringt. Als Webdesigner möchte man das Fenster dann außerdem noch in einer fest definierten Auflösung haben, z. B. 1024x768.

Manche machen sich dazu extra Hintergrundbilder mit "Schnittkanten", an denen sie das Browserfenster ausrichten, aber es geht einfacher: Das Freeware-Utility "Sizer" ist inzwischen in Version 3.3 verfügbar und hat einiges dazugelernt. Das Programm gibt es entweder in einer installierbaren Version, vorkonfiguriert mit Shortcuts, oder in einer installationsfreien Version, in der man sich die Shortcuts und Konfigurationsoptionen dann selbst einstellen muss (interessant für diejenigen, die keine Admin-Berechtigung auf dem Firmen-PC haben).

Einmal gestartet, verbirgt sich Sizer taktvoll in der Taskleiste und ist per Klick auf die rechte Maustaste zu Diensten, wann immer ein Browserfenster auf die gewünschte Größe gebracht werden soll.

Und, liebe Webdesigner, falls es noch nicht klar genug war: erzwungene Browserfenster-Größenveränderungen sind ein sicheres Mittel, den Besucher eurer Webseiten zu verärgern. Keine gute Voraussetzung für eine entspannte Informationsaufnahme oder gar Geschäftsanbahnung. ;->

Geschrieben von Olivia Adler am 31. März 2006 in Webtech | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Konkurrenz für Thunderbird

Mit dem IE7 schraubt Microsoft an einem neuen Browser und rüstet endlich Features nach, die die Konkurrenz schon lange bietet. Das andere Microsoft-Programm, an dem man als Windows-Nutzer lange nicht vorbei kam, ist Outlook Express. Auch dieses hat Microsoft lange vernachlässigt, so dass es im Vergleich zu Thunderbird & Co. recht alt aussieht. Still und leise hat man jedoch im vergangenen Jahr begonnen, an einem Nachfolger zu arbeiten: Windows Live Mail Desktop.

Der Name ist ein Indiz dafür, dass Microsofts Initiative auf diesem Gebiet weniger aus der Konkurrenzsituation zu anderen Mail-Clients resultiert, sondern eher dem Bestreben, Programme und Dienste rund um Windows Live zu stricken. Der eigentliche Konkurrent scheint Google zu heißen.

Einige der neuen Funktionen wie Spam-Filter, Phishing-Schutz und eine verbesserte Suche wird Microsoft bereits in den Mail-Client von Windows Vista einbauen. Allerdings wird Windows Live Mail Desktop noch einiges mehr können, bringt das Programm doch RSS-Reader, Blogging-Funktionen, Kontakt-Synchronisation mit Hotmail und anderes mit. Zudem wird endlich abgeschafft, was ich früher bei Outlook Express ganz besonders gehasst habe: dass die Mails aller POP3-Postfächer in ein Verzeichnis gekippt werden. Wie in anderen Programmen gibt es dann separate Verzeichnisse für die POP3-Accounts.

Wann Windows Live Mail Desktop fertig sein wird, ist noch nicht abzusehen. Gerade erst hat man einen Betatest mit nur 100 Usern begonnen. Es dürften also noch einige Monate vergehen ...

Geschrieben von Daniel Dubsky am 31. März 2006 in IT-News | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

Wie digital muss der Alltag sein?

Die Kollegen bei Heise schreiben darüber, dass handschriftliche Mitteilungen aussterben, und das Meinungsbild in den Kommentaren dazu ist sehr gemischt. Ich bin als 66er-Jahrgang vielleicht schon zu alt, um das nachzuvollziehen, aber bei mir gehört ein Kugelschreiber und ein Block immer noch zur Standardausstattung, sowohl unterwegs als auch im Büro. Natürlich habe ich ein Notebook, und einen Palm, und ein Handy, in dem ich die SMS-Funktion gern als Notizzettel missbrauche, aber all diese Geräte haben einen schweren Nachteil: sie brauchen Strom, oder einen funktionierenden Akku. Selbst der beste Akku hat aber die fatale Neigung, getreu Murphy's Law im entscheidenden Augenblick zu versagen. Darüber hinaus hat eine elektronisch gespeicherte Information für mich immer noch etwas Fragiles, Flüchtiges: einen Sturz aus 1,5 Metern Höhe überstehen weder Notebook noch Palm notwendigerweise unbeschadet, dem Notizblock hingegen macht es nichts aus. Und nach wie vor geht es weitaus schneller, eine Notiz auf Papier zu machen als erst das passende elektronische Gerät in Gang zu bringen.

Die Nachteile will ich aber auch nicht verschweigen: es kam einem kleinen GAU gleich, als ich bei einer USA-Reise 1996 mein Papier-Adressbuch verlor. Ich hatte kein "Backup", was bedeutete, dass alle Adressen unwiederbringlich verloren waren. Mit dem Palm wäre das nicht passiert, denn die Daten darauf sind nur eine Kopie meines Outlook auf dem PC. Die Folge? Nicht selten wird wenigstens im Büro zweigleisig gefahren: nicht nur der Kalender im System wird gepflegt, sondern zusätzlich, sozusagen als analoges Backup, ein Papierkalender, bzw. ein Papieradressbuch (manchmal auch einfach nur ein Ausdruck der PC-Daten), damit man beim nächsten Systemausfall nicht auf dem Trockenen sitzt.

Nach der ultimativen Lösung klingt das alles noch nicht. Wie also wird die Notiz- und Terminverwaltungszukunft wirklich aussehen?

Geschrieben von Olivia Adler am 31. März 2006 in Red intern | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack

Wo bitte geht's denn hier zum Breitband-Internet?

Da haben mir die vielen Erfolgsmeldungen der hiesigen DSL-Anbieter über deutlich gestiegene Kundenzahlen wohl den Blick vernebelt, so dass ich tatsächlich kurz an das Breitband-Internet für (fast) alle geglaubt habe. Die traurige Wahrheit sieht indes anders aus: gerade mal ein Drittel der deutschen Surfer ist per DSL unterwegs, das damit zwar die am häufigsten eingesetzte Technologie für den Internet-Zugang ist. Doch 25,0 Prozent der Deutschen quälen sich noch immer mit analogem Modem, 28,6 Prozent nutzen immerhin ISDN.

In Anbetracht dieser Zahlen sollte wohl der ein oder andere Webdesigner noch mal gründlich über die Ladezeiten seiner Seiten nachdenken und die Anzeigenvermarkter über Flash- und Video-Werbebanner. Hätte ich nur eine geringe Bandbreite und wahrscheinlich auch keine Flatrate - denn für Modem und ISDN sind die hierzulande recht rar - würde ich meine Kapazitäten nicht für solchen Mist verschwenden wollen.

Wie auch immer, die Zahlen stammen von der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) - wer sich dafür interessiert, hier gibt es ein PDF mit wichtigsten Daten - und waren für mich der Anlass, mir doch mal den Jahresbericht der Bundesnetagentur anzuschauen (PDF). Und siehe da: In Deutschland gab es Ende 2005 etwa 10,4 Millionen DSL-Anschlüsse. Wenn man mal davon ausgeht, dass die 26,8 Millionen Analog-Anschlüsse und die 12,1 Millionen ISDN-Basisanschlüsse ungefähr der Zahl der deutschen Haushalte entspricht, keine besonders tolle Quote.

Doch woran liegt's? An der fehlenden DSL-Verfügbarkeit auf dem Lande, den Preisen? Oder besteht bei vielen Nutzern ganz einfach noch kein Bedarf?

Geschrieben von Daniel Dubsky am 30. März 2006 in IT-News | Permalink | Kommentare (8) | TrackBack

Sexy Geekware: Goldener MP3-Player

Ich dachte, ich hab schon alles gesehen. Erst im noch druckwarmen Heft 5/06 veralbern wir im Logoff einen 14-Karat-USB-Stick mit fünf Diamanten für etwa 3000 Euro.  Jetzt kommts noch dicker: Gold2_1Trekstor stellt den teuersten MP3-Player der Welt vor. Das Luxus-Teil namens iBeat Organix Gold gab der russische Milliardär Alex Shnaider in Auftrag. Es besteht aus 18-Karat-Gold, ist mit zig Brillianten besetzt und kostet 20 000 Euro. Es muss ja nicht immer ein Auto sein. Ich spare jetzt auf den Gold-Player. Aber zuerst muss ich weg. Das Treffen der Anonymen Megalomanen geht gleich los, und ich hab noch kein Knabberzeug gekauft.

Geschrieben von Jacqueline Pohl am 30. März 2006 in Cool Stuff | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

Die kleinen Vaterfreuden des Steve Ballmer

Wer bei Siemens arbeitet, stellt sich keine Elektrongeräte von AEG ins Haus. Und wer beruflich BMWs zusammenschraubt, fährt privat keinen Mercedes. In letzter Konsequenz mag das etwas kleinkariert sein, ich lese schließlich auch bei der Konkurrenz, doch im großen und ganzen zeugt es von einer tollen Identifikation mit dem Arbeitgeber. Microsofts Chef Steve Ballmer ist da ganz sicher keine Ausnahme, tanzte der Monkeyboy zu Motivationszwecken doch schon vor versammelter Mannschaft, bis der Schweiss in Strömen floss.

Im Interview offenbarte nun, dass er auch zu Hause strictly Microsoft ist - inklusive der werten Familie. Er selbst besitze keinen iPod und seine Kinder habe er erfolgreich einer Gehirnwäsche unterzogen: Benutzt keinen iPod, benutzt nicht Google!

Wer sich nun ein wenig gruseln will, kann ja mal bei Wikipedia zum Thema Gehirnwäsche vorbeischauen. Was Microsofts Encarta in dieser Hinsicht zu sagen hat, habe ich nicht überprüft.

Geschrieben von Daniel Dubsky am 29. März 2006 in Weblife | Permalink | Kommentare (1)

Kaspersky über drahtlose Netzwerke auf der CeBIT

Kaspersky Lab, ein international führender Experte im Bereich IT-Sicherheit, hat vom 9.-10. März 2006 drahtlose  Netze auf der CeBIT untersucht, unter Leitung der Virus-Analytiker Alexander Gostev und Roel Schouwenberg, und dabei die Daten von über 300 Zugangspunkten gesammelt.

Die CeBIT wurde zum Untersuchungsgegenstand, weil sie nicht nur Hersteller und Besucher, sondern auch Hacker anzieht . Fast alle Firmen, die auf der CeBIT vertreten sind, bauen ihre eigenen lokalen Netze auf, die teilweise mit den Servern der Firma verbunden sind. Diese Netze haben häufig nur einen niedrigen Sicherheitslevel und sind damit für Angriffe interessant, aber auch Besucher können Opfer von solchen Attacken werden.

Untersucht wurden Übertragungsgeschwindigkeit, Hersteller, Verschlüsselung, Typen der Netzzugänge und Standard-Einstellungen. Nur 8% der Zugangspunkte hatten beispielsweise die SSID (Netzwerkidentifikation) ausgeschaltet, 89% verwenden WEP-Verschlüsselung. Generell waren die untersuchten drahtlosen Netzwerke auf der CeBIT sicherer als der Durchschnitt, allerdings relativiert sich die Zahl bedenklich, wenn man die öffentlichen Zugangspunkte abzieht. Aus der hohen Zahl von Peer-to-Peer-Verbindungen (mehr als 40%) ließ sich außerdem ableiten, dass die Aussteller auf das Verlegen von Netzwerkkabeln verzichten wollten.

Detaillierte Informationen zur Untersuchung gibt es auf viruslist.com.

Geschrieben von Olivia Adler am 28. März 2006 in Webtech | Permalink | Kommentare (3)

Shit happens ... auch bei Google

Gestern verschwand das Google-Weblog kurzzeitig von der Bildfläche. Wer die Seiten aufsuchte, fand nur einen Text vor, Google möge doch sein Weblog reparieren. Doch was nach Website-Defacement aussah, war vielmer eine dämliche Panne bei Google selbst: Man hatte das eigene Weblog gelöscht. Kommentar des Suchmaschinenbetreibers dazu: "D'oh!"

Nun ist das verschwundene Weblog wieder da und Google klärt über die Umstände auf. Einem Besucher war das fehlende Weblog aufgefallen, weshalb er sich mit dem Namen googleblog anmeldete und auf den Seiten einen Hinweis für den Suchmaschinenbetreiber platzierte.

Und die Moral von der Geschicht:
Lösch dein eignes Weblog nicht.

Geschrieben von Daniel Dubsky am 28. März 2006 in Weblife | Permalink | Kommentare (1)

CRM neu definiert

Zum Thema Denglisch und DRM der ultimative Nachtrag:

Wer bisher immer dachte, dass CRM für "Customer Relationship Management" steht, wird umdenken müssen. Ab sofort steht die Abkürzung für "Coffee Rights Management" - jedenfalls könnte man so den Warnhinweis auf Dallmayr-Kaffeepackungen deuten, die, wie bei Nico Lumma nachzulesen, offenbar zur Zeit aus rechtlichen Gründen nicht in Senseo-Maschinen eingesetzt werden dürfen. Ich habe mich ja schon länger gefragt, wie lange es dauert, bis der Hersteller einen Weg findet, den meist billigeren Alternativen einen Riegel vorzuschieben... immerhin war die Senseo bis dato eine prima Vermarktungshilfe für Douwe-Egberts-Kaffee. Also, liebe Kaffeetrinker: wer Senseo-Maschinen mit artfremden Pads füttert, ist ein Raubkop... äh, ja, was eigentlich?

Geschrieben von Olivia Adler am 28. März 2006 in Cool Stuff | Permalink | Kommentare (1)

Wie viel Denglisch braucht der Mensch?

Im IT-Umfeld geht es nicht mehr ohne Denglisch - Browser, e-mail, Internet, Hardware, Software... hier ist es praktisch nicht möglich, eine sinnvolle deutsche Entsprechung zu finden.

Laut einer aktuellen Umfrage des Karrierenetzwerks e-fellows.net unter 1.858 studierenden Mitgliedern wünschen die sich allerdings, dass die "denglischen" Begriffe auf das absolut notwendige Maß beschränkt werden. Während Begriffe wie "Internet" und "e-mail" als sinnvoll erachtet werden, erhalten Begriffe wie "Young Professionals" und "Human Resources" schlechte Werte. Knapp zwei Drittel der Teilnehmer halten darüber hinaus einen Sprachrat für sinnvoll, der Übersetzungsvorschläge für Anglizismen machen soll. 62% der Befragten sind der Meinung, dass ein englischer Begriff nur verwendet werden sollte, wenn es keine gut klingende deutsche Entsprechung gibt. (Wobei immer noch zu klären wäre, was nun als "gut klingend" gilt und was nicht...)

Das "Handy" übrigens gibt es in der Bedeutung "Mobiltelefon" nur in Deutschland, das Wort "handy" ist im Englischen ein Adjektiv mit der Bedeutung "handlich". Hier handelt es sich um einen Schein- oder Pseudoanglizismus. (Wem "Handy" daher zu blöd und "Mobiltelefon" zu dröge ist, der kann ja immer noch "Mobili" sagen...)

Geschrieben von Olivia Adler am 27. März 2006 in IT-News | Permalink | Kommentare (4)