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Leg dich nicht mit Google an!

Wer derzeit bei Google nach BMW sucht, wird zwar jede Menge Treffer erhalten, darunter auch zahlreiche BMW-Seiten wie bmwgroup.com oder bmw.com. Allein der deutsche Webauftritt der bayerischen Autobauer unter bmw.de fehlt. Dort hatte man nämlich den Suchmaschinen-Crawlern eine andere Seite präsentiert als den menschlichen Besuchern und damit gegen Googles Richtlinien verstoßen. bmw.de flog deshalb kurzerhand aus dem Index.

Eine schöne Gegenüberstellung der beiden Website-Versionen gibt es im Weblog von Google-Mitarbeiter Matt Cutts. Dort kündigt er auch gleich die nächste Verbannung aus dem Google-Index an, und zwar für ricoh.de.

Wer also bislang hoffte, seine Webseiten mittels Cloaking bei Google weit vorne zu platzieren, sollte dieses Vorgehen besser noch einmal überdenken. Google nimmt den Kampf gegen Keyword-Spam durchaus ernst und macht auch vor großen Namen nicht Halt.

Geschrieben von Daniel Dubsky am 5. Februar 2006 in Webtech | Permalink

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» BMW: Keine Freude am fahren mit Google from Das CIO-Weblog
Google-Chefentwickler Matt Cutts hatte in seinem Weblog schon am 11. Januar Maßnahmen gegen unzulässige Webseiten-Optimierungstricks auf nichtenglischsprachigen Websites angekündigt. Jetzt ist es tatsächlich passiert: Die Website www.bmw.de wird bei Google nicht... [Mehr erfahren]

verlinkt am 05.02.2006 17:10:45

Kommentare

Schon allein die übermäßig häufige Nennung des Keyworts "BMW Neuwagen" auf der Crawler-Seite hätte zum Ausschluss geführt. Man kann es damit nämlich auch übertreiben, und dann nennt man das Spam.

Kommentiert von: Jacqueline Pohl | 05.02.2006 15:21:47

hoho, das ist heftig. bmw hat offenbar schon reagiert und die seiten überarbeitet und soll daher auch wieder indiziert werden, wie ebenfalls im weblog von matt cutts zu lesen. tja, da werden einige webmaster und webdesigner ihre techniken überdenken müssen...

Kommentiert von: limone | 05.02.2006 15:52:18

oops... muss mich korrigieren, das mit dem reindexieren betraf wohl eine andere autofirma, die namentlich nicht genannt wurde.

Kommentiert von: limone | 05.02.2006 15:53:18

So, ricoh.de ist bei Google mittlerweile auch nicht mehr zu finden :)

Kommentiert von: Daniel | 06.02.2006 07:17:37

Also ich wäre ja in diesem Zusammenhang sogar vorsichtig mit Browserweichen jeglicher Art - da muss nicht einmal böse (Spam-)Absicht dahinter stecken. Angenommen, ich optimiere meine Website für IE 6, verwende jede Menge Javascript (Links, Naigation, etc.) und schicke alle nicht-IE-User (also auch den Google-Bot) per Browserweiche auf eine simple HTML-3.2-Seite mit dem (optisch sichtbar) gleichen Inhalt. Aber weil hier Javascript und andere Techniken nicht greifen, tauchen meine Keywords plötzlich wesentlich häufiger in Googlebot-lesbarem Format auf als in der IE-Version. Konsequenz: Die Google-Logik glaubt, man hätte den Bot auf eine extra für Google "optimierte" Version der Seite gelotst - und zack, bumm, fliegt man aus dem Index ...

Kommentiert von: Franz Neumeier | 06.02.2006 08:28:56

was lernen wir daraus? javascript für navigationszwecke ist böse. *g*
(passt wieder gut zum thema barrierefreiheit...)

Kommentiert von: limone | 06.02.2006 12:22:51

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