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Namensanmaßung?

In der vermeintlich "staaden" Zeit geht's rund. Sowohl der shopblogger als auch der werbeblogger haben unerfreuliche Post erhalten: Der Shopblogger, weil er in einem URL und Header angeblich unbefugt den Namen des Sozia*gerichts B*emen gebraucht, und der Werbeblogger, weil ein alter Blogeintrag von 2004 angeblich nicht autorisierte Werbung für He*di K*um sei. Udo Vetter vom Lawblog hat aus rechtlicher Sicht bereits zu beiden Themen Stellung genommen: hier und hier.

Wenn dieses Beispiel Schule macht, können wir in Zukunft j*gliche B*griffe s*cherheitsha*ber n*r n*ch d*rch S*ernchen vor Google und anderen Suchmaschinen verstecken, damit sich niemand angegriffen fühlt... inzwischen wird schon über eine Rechtsschutzversicherung für Blogger nachgedacht.

Nachtrag: das K*um-Thema ist älter: Vorsicht bei der Vergabe von Seitennamen

Update 4.1.: Der Irrsinn reißt nicht ab - nun hat auch noch Udo Vetter vom lawblog Post erhalten, die ihm verbieten will, eine Dönermaschine beim Namen zu nennen ...

Geschrieben von Olivia Adler am 31. Dezember 2005 in Weblife | Permalink | Kommentare (6)

Das erste Bild in 2006

... wird in dieser flickr-Group gewünscht: (00:00:01)/01/01/2006/FirstPix. Da mittlerweile auch im Handy eine Kamera allzeit schussbereit ist, sollte das technisch keine allzu großen Probleme mit sich bringen, sofern der Alkoholpegel differenzierte Aktionen noch ermöglicht. Aufgrund früherer Silvestererfahrungen vermute ich in der Foto-Hitliste ganz oben:

  • verschwommene Feuerwerk-Bilder (mit Billig-Cam)
  • scharfe Feuerwerk-Bilder (mit Teuer-Cam)
  • schwankende, alkoholisierte Gestalten (immer schwankend, egal mit welcher Cam)
  • vor tieffliegenden Böllern flüchtende, dick vermummte Gestalten
  • Sekt- und Champagnerflaschen und -gläser, entweder noch ganz oder bereits in Scherben (bringen ja Glück...)
  • Bleigieß-Szenen
  • Fondue-Szenen
  • Dance-Szenen

Faszinierend daran: da flickr eine weltweite Community ist, geht es jetzt schon los, man kann den Jahreswechsel bei seiner Reise um den Globus beobachten. :-) (Einige konnten sich aber auch einfach nur nicht zurückhalten und haben schon früher angefangen...)

Geschrieben von Olivia Adler am 31. Dezember 2005 in Weblife | Permalink | Kommentare (0)

Hamster's last dance

Was die sattsam bekannten tanzenden Hamster wirklich denken, verrät ein netter kleiner Flash-Film, der an verschiedenen Orten im Web zu finden ist. ;-) (Die niederländische Firma Bitmagic, die das Filmchen erstellt hat, existiert anscheinend nicht mehr... jedenfalls ist unter bitmagic.com nur noch eine Werbe-Suchseite zu finden.)

Geschrieben von Olivia Adler am 29. Dezember 2005 in Weblife | Permalink | Kommentare (0)

Kleiner TCP/IP-Detektiv

Tcpview_smallFalls die Wurmkur nicht angeschlagen haben sollte und  immer noch rätselhafter Traffic  die Leitung quält, hilft das Freeware-Tool TCPView von sysinternals.com oft weiter. Es listet den ankommenden und ausgehenden TCP/IP-Traffic und hat mir dadurch schon einmal mitgeteilt, dass mein Rechner ungefragt versuchte, sich mit anderen Rechnern zu verbinden (schuld war damals "marco.scr", der sich über einen damals noch offenen Share eingeschlichen und gleich die ganze Sippe nachgeholt hatte...). Unwillkommene Tasks können in TCPView auch abgewürgt werden - allerdings nur für den Moment. Wenn der Verursacher bekannt ist, muss er trotzdem mit Hilfe des jeweils passenden Tools entfernt werden.

Geschrieben von Olivia Adler am 29. Dezember 2005 in Webtech | Permalink | Kommentare (0)

Festtags-TV-Programm auf einen Blick

Wem Familie, Freunde und Bücher an Weihnachten nicht reichen und wer die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat, an Weihnachten ein sehenswertes Fernsehprogramm zu finden, dem wird die Suche durch den TV-Programmklassiker http://www.klack.de erleichtert. Mit nostalgischen php3-Dateiendungen und übersichtlichem, werbearmem Design präsentiert die elektronische Fernsehzeitung das aktuelle Programm in unterschiedlichen Anzeigevarianten. Verschiedene RSS-Feeds, ein individueller TV-Planer mit SMS-Benachrichtigung und eine Version für den PDA stehen ebenfalls bereit. Lediglich zu Spitzenzeiten wie z. B. 20:15 h kann es zu vorübergehenden Ladeproblemen kommen.

Geschrieben von Olivia Adler am 26. Dezember 2005 in Cool Stuff | Permalink | Kommentare (0)

Wurmkur für Weihnachten

Zu Weihnachten werden besonders viele Bildchen, Animationen und Sprüchlein per E-Mail verschickt. Dabei scheinen die lieben User völlig zu vergessen, dass man eben nicht auf alles draufklickt, das heißt "Klick mich.exe" oder "Sehrwitzig.exe". Was ist nur los mit den Leuten? Hat ihnen der Glühwein das Hirn vernebelt? Oder die Plätzchen die Arterien verstopft? Sind denn jetzt alle in glückseeliger Weihnachtsduselei und glauben nicht mehr an das Böse im Web... pardon... Mitmenschen? 

Aktuell gehen zum Beispiel Mails mit der Betreffzeile "Merry Christmas!" um, die den Wurm MerryX.A in einem Flash-Filmchen verstecken. Der kleine Wurm  versucht außerdem, einen Trojaner nachzuladen. Schöne Bescherung! Und über Instant Messanger kommt der Wurm gift.com auf den Rechner, wenn Sie nicht aufpassen. Also: Finger aus der Keksdose! Am PC gibts ab sofort nur noch Kinderpunsch!  

Geschrieben von Jacqueline Pohl am 23. Dezember 2005 in Weblife | Permalink | Kommentare (1)

Google-Experiment abgeschlossen - ein Erfahrungsbericht

Ende August startete das kleine Experiment "Sudoku als Googlefutter", das jetzt abgeschlossen ist: Ich wollte ausprobieren, wie lange es dauert, mit einer neu angemeldeten Domain und minimalem Aufwand bei Google auf Ergebnisseite 1 gelistet zu werde. Schließlich ist immer wieder die Rede davon, dass neue Sites bei Google erst einmal für bis zu 6 Monate in Quarantäne landen, bevor sie gelistet werden.

Die Versuchsdomain: http://www.sudokumania.de/

Investierte Zeit für Content und Design: 5 Stunden und dann täglich ca. 10 Minuten für einen Weblog-Eintrag

Investierte Zeit für Inbound-Links: insges. 2 Stunden, im Wesentlichen um Comments in anderen Blogs zum Thema Sudoku zu platzieren

Das Ergebnis: Schon nach 6 Wochen tauchte Sudokumania.de das erste Mal auf der ersten Google-Ergebnisseite auf und hält sich dort seitdem wacker, zumindest wenn man die Sucherergebnisse auf deutsche Sites eingrenzt. Nach knapp 4 Monaten wurde das Projekt mit Domain jetzt über Sedo.com verkauft zu einem guten Preis - schon unter diesem Aspekt lohnt sich der strategische Ausbau unter Suchmaschinen-Aspekten also durchaus; hinzu kommen die Google-Adsense-Einnahmen aus dieser Zeit, die sich schlagartig einstellen, wenn sobald eine Site auf der ersten Ergebnisseite von Google gelistet ist.

Beobachtungen: Am interessantesten sind aber einige andere Beobachtungen zu Zusammenhang mit Google: Die Suchmaschine tut sich offenbar schwer, deutschsprachigen und englischen Content zu trennen - oder Google stellt beim Ranking einen hohen Pagerank noch über die Landessprachlichkeit einer Site; nicht sehr User-freundlich. So schaffte es Sudokumania.de auch bei auf deutschsprachigen Content und auf "Seiten aus Deutschland" eingeschränkter Suche nicht, sich vor einige etablierte englischsprachige Sites zu setzen. MSN Search gelingt diese Trennung deutlich besser, zumal dort im deutschen Portal ohnehin bevorzug deutschsprachige Ergebnisse gelistet werden. Entsprechend schnell landete Sudokumania.de bei MSN auch auf Platz 1.

Eine weitere Beobachtung ist, dass Google Inbound-Links, die ja für das Pageranking so wichtig sind, sehr langsam realisiert bzw. erst spät in die Bewertung einbezieht (Link-Alterung; errinnert irgendwie an Weinlagerung). Selbst mehrere Wochen alte Inbound-Links führt Google immer noch nicht als existent auf; auch hier ist MSN schneller.

Daraus könnte man jetzt ableiten, dass MSN die bessere Suchmaschine ist - zumindest für Suchmaschinenoptimierer, aber eben auch für Trickser und Spammer ist das auf jeden Fall so. Google ist zurückhaltender und verhindert damit den schneller Erfolg von Spam-Sites. Andererseits bremst es auch den Erfolg von Content-reichen, seriösen Websites deutlich. Bei Hype-Themen wie Sudoku ist schnelles Listing sehr wichtig, einfach weil der Hype nach ein paar Monaten schon wieder vorbei sein kann. Und dann tut Google auch seinen Usern keinen Gefallen mit der Zurückhaltung.

Eine weitere Schwierigkeit im Google-Algorithmus scheint zu sein, dass das allgemeine Ranking einer sehr großen Site auch auf Unterseiten dieser Site abfärbt. Das führt zu dem seltsamen Ergebnis, dass beispielsweise ein Sudoku-Buch bei Amazon oder auch im schweizerischen Wiley-Verlag immer vor der im Verhältnis dazu sehr Content-reichen Sudokumania-Site gelistet werden, obwohl es auf den Buch-Seiten zum Thema Sudoku nur jeweils ein einzelnes Sudoku-Buch mit äußerst spärlichen Informationen zum Thema Sudoku gibt. Generelle Inbound-Links zu Amazon und das generelle Pageranking dieser großen Sites scheint da bei Google wichtiger zu sein als tiefer Content bei einer spezialisierten Website. Auch wieder nicht gerade userfreundlich, denn die Suchergebnisqualität könnte eigentlich deutlich besser sein.

Diese Beobachtung läßt jedenfalls darauf schließen, dass der Google-Algorithmus noch deutliche Schwächen darin hat, Content-Tiefe zu einem Thema korrekt einzelnen Seiten zuzuordnen. Das verwundert, da Google immer wieder betont, dass mono-thematische Sites bessere Chancen haben.

Fazit:Frühzeitig Trends erkennen, entsprechende Domains registrieren und Content zum Thema aufbauen ist ein interessantes Geschäftsmodell, zumal einem relativ schnellen Listing bei Google offenbar weniger im Weg steht als häufig angenommen oder behauptet wird. Und wer das Ganze vor allem mit den Ziel betreibt, die Domain später gewinnbringend zu verkaufen, verschafft sich mit dem Aufbau von gutem Content und einer guten Positionierung bei Google einen deutlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber unentwickelten Domains.

Geschrieben von Franz Neumeier am 22. Dezember 2005 in Red intern | Permalink | Kommentare (0)

Warteschleifenmusik

Haben Sie auch schon einmal eine Telefon-Warteschleifenmusik gehört, die wie die Faust aufs Auge paßt? Manchmal ist das zum totlachen. Danach war mir allerdings gestern nachmittag nicht zu Mute ... Mein Managed Server bei 1&1 war zum wiederholten Male innerhalb weniger Tage offline. Also Hotline angerufen und dort mußte ich mir dann ein paar Minuten lang eine sehr eindeutige Botschaft anhören: Einen Song namens "riene va plus". Wenn ich das beim Roulette höre, steigt die freudige Erwartung auf einen satten Gewinn. Aber in der Hotline eines Hosting-Anbieters? Voll daneben!

Am Rande bemerkt: Der Server lief dann nach meinem Anruf ganz plötzlich wieder, obwohl laut Hotline-Mitarbeiter in seinem Service-Eintrag irgend etwas von "Umzug auf eine neue Hardware" stand. Eine wirklich einleuchtende und vernünftige Erklärung für den Ausfall habe ich wie schon beim letzten Ausfall von vor ein paar Tagen nicht bekommen, die versprochene klärende E-Mail steht jetzt auch nach 18 Stunden noch aus.

Geschrieben von Franz Neumeier am 22. Dezember 2005 in Weblife | Permalink | Kommentare (2)

Deutsche haben doppelt so viel Verkehr

... im Internet! Oder was haben Sie gedacht? Wir sind doch ein seriöses Magazin ;-)

Über einhunderttausend Terabyte Daten gehen derzeit pro Monat über den DE-CIX-Knoten und die Leitungen der Deutschen Telekom, die nicht an DE-CIX angeschlossen ist. Vor einem Jahr war das in etwa nur die Hälfte. Die Zahlen meldet der Verband der deutschen Internetwirtschaft Eco, dem Betreiber von DE-CIX.

Leider gibt's keine Statistik dazu, wieviel Anteil daran beispielsweise der aktuelle King-Kong-Film hat. Denn allein vom Websurfen können sollche Daten-Massen kaum stammen. Oder hat Voice-over-IP die Nation schon so im Griff?

Geschrieben von Franz Neumeier am 21. Dezember 2005 in IT-News | Permalink | Kommentare (0)

In aller Stille: Seti@home ist tot

Seti 1999 und 2000 in aller Munde - oder besser, auf aller PCs als Screensaver, jetzt in der bekannten Form gestorben: Seti@home ist tot. Millionen von Internet-Usern, genau genommen 5 Millionen, haben über die Jahre den Screensaver installiert und damit freie Rechenzeit für die Berkeley University gespendet zum Auffinden außerirdischen Lebens bzw. entsprechenden Radiosignalen. Wer ist nicht gebannt vor dem Screensaver gesessen und hat daraf gehofft, dass aus den blau-rote-schwarzen Liniengebirgen plötzlich ein steile, hohe Spitze auftaucht, die ungewöhnliche Radiosignale anzeigen würde? Immer vergeblich natürlich ...

Immerhin: Es gibt einen Nachfolger namens BOINC, der die gleiche Technologie nutzt und die Rechenpower diversen Forschungsprojekten zur Verfügung stellt, darunter auch die Fortführung des Seti-Projektes. Seti @ home ist tot, es lebe BOINC. ALlerdings hätten sich die Marketing-Strategen, so es denn solche an der Univ. Berkeley gibt, einen schöneren Namen ausdenken können. BOINC spricht sich einfach nicht so schön wie Seti @ home ;-)

Geschrieben von Franz Neumeier am 20. Dezember 2005 in Weblife | Permalink | Kommentare (0)