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Pressemitteilungen nur gegen Bezahlung?
Das habe ich in meinem schon relativ langen Journaslistenleben noch nicht erlebt: Pressemitteilungen, für die man bezahlen soll, wenn man sie lesen will. So gefunden bei www.pressebox.de (siehe Screenshot).
Wenn man die Webseite genau liest, keimt in noch seltsamerer Verdacht auf. Da steht nämlich, die Meldung sei vom Unternehmen noch nicht freigegeben und deshalb seien die 50 Cent Verwaltungsgebühr für die Freischaltung erforderlich. Soll das etwa heißen, dass ich als Journalist die Informationen früher bekomme, wenn ich dafür bezahle? Noch dazu offenbar ohne Einverständnis der Firma, über die die Pressemitteilung berichtet - sonst wäre die Meldung ja schon freigegben? Und warum sollte ich überhaupt bezahlen? Die wollen doch was von mir, und nicht umgekehrt ...
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zu einem anderen Schluß: Diese Website hat einfach eine grauenhafte Usability und läßt den Anwender mit Rätseln, Seltsamkeiten und unlogischen Aussagen im Regen stehen. Oder gibt's wirklich genug Dumme, die einfach mal schnell 50 Cent bezahlen, nur um herauszufinden, was der ganze Blödsinn soll?
Geschrieben von PCPro am 23. November 2005 in Red intern | Permalink
Kommentare
Bei den Pressediensten und PR-Webseiten im Internet gibt es fast alles: vom völlig kostenlosen Service bis zur Einzelmeldung für mehrere hundert Euro für den Auftraggeber. Dass der Leser ebenfalls bezahlen soll, kommt wohl selten vor. Das gibt es allerdings auch bei einigen Tageszeitungen, die für das Lesen und Ausdrucken einer Kurzmeldung schon mal 2 Euro fordern. Mitunter mehr, als die ganze Zeitung kostet.
Kommentiert von: Ernst Probst | 22.11.2006 18:40:35