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Lizenzbestimmungen lesen lohnt sich (manchmal)

Nein, auch ich lese nicht die Lizenzbestimmungen der Software, die ich installiere. Ich bin sogar beleidigt, wenn ich gezwungen werden, das Kleingedruckte erst bis ans Ende durchzuscrollen, bevor ich den "Ja, ich habe alles gelesen und stimme zu"-Button klicken kann.

Und damit bin ich offensichtlich keine Ausnahme: Die Software-Firma PC Pitstop hatte in ihrem Licence Agreement einen Passus stehen, der beweisen sollte, dass niemand diese ellenlangen Textwuesten liest. Man versprach einfach demjenigen, der eine Mail an die Firma schreibt, eine finanzielle Entschaedigung. Und siehe da: Nachdem das Programm vier Monate im Netz stand und über 3000 mal heruntergeladen wurde, las tatsaechlich jemand die Lizenzbestimmungen, schrieb die Mail .... und bekam dafuer 1000 Dollar.

Nur, da dies leider nicht der Regelfall ist, werde ich wohl weiter ungelesen alles schnell und bequem absegnen, was man mir an Software-AGBs vorsetzt.

Geschrieben von PCPro am 28. Februar 2005 in Cool Stuff | Permalink | Kommentare (0)

Ein Artikel für "Blog"

Heißt es nun der oder das Blog? Weit verbreitet ist die erste Version, aber eigentlich richtig die zweite, oder? Denn übersetzt man es - so lautet die Regel - in "Tagebuch", dann heißt es eben "das Tagebuch" und ergo auch "das Blog". Oder ist das alles Quatsch und man artikelt einfach nach Gefühl? Sollte vielleicht sogar derjenige den Artikel festlegen dürfen, der zu allererst das Wort gebraucht? Sie sehen: das Thema hat auch in unserer Redaktion schon Debatten ausgelöst. Wir sind für Vorschläge dankbar.

Geschrieben von PCPro am 22. Februar 2005 in Cool Stuff | Permalink | Kommentare (5) | TrackBack

And the winner is...

...W32/Sober.J-mm. Der kleine Wurm versuchte allein am Wochenende 1600 Mal vergeblich, in den Verlag zu gelangen. Hier die Top 10  der Viren, Würmer & Co., die bei Internet Professionell und VNU am Wochenende aus den Mails gefiltert wurden:

        Virus                                    Anzahl

  • W32/Sober.J-mm                  1600            
  • W32/Netsky.P-mm                 306 
  • HeurAuto-3174                       204
  • W32/Netsky.D-mm                  80 
  • W32/Sober.I-mm                     33
  • Trojan-Spy.HTML.Paylap.bg     32
  • W32/Netsky.C!1a042-mm        29 
  • W32/Bagle.AI-mm                   18
  • Exploit/Phishing-paypal-0c4c    17
  • W32/Generic000.dam              16

Geschrieben von PCPro am 21. Februar 2005 in Red intern | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Die DSL-Druecker von Arcor sind da ...

*dingdong* Klingelt es doch neulich morgen an meiner Haustuer und ich oeffne nichts ahnend. Es erscheinen: Zwei Typen in schnieken Anzuegen, beide 1,90 Meter gross und schaetzungsweise 100 Kilogramm schwer. Mein erster Gedanke: Scheisse, wer sollte hier denn Schutzgeld kassieren? Mein zweiter: Na, lieber die Tuer mal nur nen ganz kleinen Spalt aufmachen.

Aber weit gefehlt, die Herren waren von Arcor und wollten mich freundlich und doch bestimmt auf die neuen Tarife hinweisen. Glueck gehabt, dass ich schon bei Arcor war. Gar nicht vorzustellen, was passiert waere, wenn nicht!

Wie auch immer, ich habe was gelernt: Der Zeitungsdruecker erscheint allein. Das Maedel vom Roten Kreuz ebenfalls. Und nur obskure religioese Vereinigungen treten paarweise auf. Und neuerdings eben auch Arcor.

Bleibt die Frage: Verkaufen die Jungs auch was? Ich wuerd denen doch eher die Tuer vor der Nase zuschlagen und die Polizei rufen, als sie in die Wohnung zu lassen und irgendetwas zu unterschreiben!

Geschrieben von PCPro am 21. Februar 2005 in Weblife | Permalink | Kommentare (32)

Mercora: Hier spielt die Musik - legal

Mein Webradio spricht Peer-to-Peer. Mit Mercora tauschen User keine MP3-Files, sondern streamen sich gegenseitig was vor. Genau wie bei Filesharing-Programmen wählt man einfach die Ordner aus, die man freigeben will und schon ist man auf Sendung. Obendrein kann man Playlisten erstellen und so Titel aus dem selben Genre oder vom gleichen Künstler zusammenfassen und damit den Ablauf der eigenen Sendung bestimmen. In der Grundeinstellung können sich bis zu 3 User gleichzeitig einklinken und dem aktuellen Stream lauschen. Die Titel können dabei nicht gespeichert werden - dadurch ist das Angebot auch legal. Mercora finanziert sich über das Amazon-Partnerprogramm und Google-Ads.
Wie bei einem handelsüblichen Radiostream kann man nach Künstlern suchen, aus verschiedenen Musikrichtungen wählen und auch Favoriten anlegen. Und zwar für einzelne Songtitel oder besondere Webcaster - so heißen die User, von denen man gerade einen Stream hört. Die Auswahl ist im Moment noch nicht gigantisch, aber absolut ausreichend, um sich im bevorzugten Genre nicht zu wiederholen. Wenn Mercora sich erst mal herumspricht - und das wird es - dann ist bald kein Halten mehr.

Geschrieben von PCPro am 17. Februar 2005 in Weblife | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

Extreme-Valentinstag-Sales

Der Internet-Traffic steigt, die Spammer und Virenschreiber laufen zur Hochform auf, die Mitarbeiter im Unternehmen schauen verträumt in den Röhrenmonitor, um sich von E-Cards ablenken zu lassen - ja, is' denn heut schon Valentinstag?

Jupp. Was früher den Blumen- und Geschenkeläden einen Traumandrang bescherte,  scheint sich immer mehr ins Web zu verlagern. Eine E-Card kostet ja nix und klappt auch noch auf den letzten Drücker. Und schon schwingt wieder der erhobene Zeigefinger: Die Mitarbeiterproduktivität in den Unternehmen sinkt, wenn man solche Dienste nicht blockt, will ein Content-Filter-Anbieter herausgefunden. Und - ganz doof - die lieben Kollegen holen sich natürlich statt Liebesbotschaften im Attachment die neuesten Würmer und Trojaner auf den Firmen-Rechner, meldet ein Antiviren-Software-Hersteller. Was sollen sie auch sonst sagen?

Geschrieben von PCPro am 14. Februar 2005 in Weblife | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Das undoofste Haus der Welt

Kürzlich hat Bill Gates himself in München das Haus der Gegenwart besucht, in dem verschiedenen Firmen zeigen, wie das Leben mit aktuellen Technologien vereinfacht werden kann. Das getunte Haus wird unter anderem mit Tobits David V8 mit Messaging- und Entertainment-Software versorgt. Das ganze kam so gut an, dass man meinen könnte, jetzt drehen alle durch und bauen gleich ein "intelligentes" Haus. Im Gegenteil. Tobit will beweisen, dass kein Mensch ein intelligentes Haus braucht und lädt statt dessen zur Besichtigung des "Undoofsten Hauses der Welt" ein. Ungelogen. Sehen Sie selbst: Cebit Hannover, Halle 6, Stand H16

Geschrieben von PCPro am 10. Februar 2005 in Weblife | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

Elster-Server down

Nun muss man seit diesem Jahr seine Umsatzsteuervoranmeldung elektronisch per Elster abgeben - und gleich beim ersten Ansturm für die Januar-Anmeldung sind die Server überlastet. Da bekommt das Elster-Logo Elsterlogo_1 doch gleich eine ganz andere Bedeutung:

<krankenhausstyle>
beep beep beep beeeeeeeeeeeeeeeeeeep
</krankenhausstyle>

Er ist tot, Jim!

Geschrieben von PCPro am 10. Februar 2005 in Weblife | Permalink | Kommentare (1)

Offen ja, aber nur gegen Geld?

Microsoft's jüngster Eiertanz ist auf seine Weise faszinierend, ganz nach dem Prinzip: Wir definieren an eigentliche eindeutigen Begriffen so lange herum, bis sie unseren Vorstellungen entsprechen.

Konkret: Bill Gates beschwört mal wieder, wie offen Microsofts Produkte für alle sind. Was er allerdings unter "Offenheit" versteht, zeigt sich fast zeitgleich in dem Lizenzentwurf für die Nutzung von Betriebssystem-Schnittstellen, die Microsoft bei der EU vorgelegt hat: Dort ist wie selbstverständlich vorgesehen, dass Entwickler, deren Produkte auf MS-Schnittstellen aufsetzen, generell für jede Kopie ihrer Software Lizenzgebühren bezahlen muss.

Offenheit gibt's also nur gegen Geld. Open Source wird blockiert - wehe, ein Open-Source-Projekt wagt es, auf MS-Schittstellen zuzugreifen (sorry - Freud'scher Verschreiber; es soll natürlich "Schnittstellen" heißen). Beispiel? Der Samba-Fileserver.

Gut, dass die EU meist recht sensibel auf Microsofts Ansinnen reagiert, so dass da das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

Geschrieben von PCPro am 10. Februar 2005 | Permalink | Kommentare (0)

Jetzt brandneu supertoll: Mono

Heise hat auch mal gemerkt, dass es Mono gibt. Oh, hoppla, von Mono wissen sie schon länger, nur jetzt gibts halt mal wieder einen Artikel dazu. Offenbar Grund genug für ein bisserl Schleichwerbung.

Geschrieben von PCPro am 9. Februar 2005 | Permalink | Kommentare (0)